Bewertung:

Das Buch bietet einen detaillierten Einblick in die Komplexität der Adoption, wobei der Schwerpunkt auf den unterschiedlichen Identitäten liegt, die an diesem Prozess beteiligt sind. Es gilt als unverzichtbare Lektüre für angehende Adoptiveltern und bietet realistische Einblicke, die auf jahrelangen Erfahrungen und Interviews beruhen. Einige Leser finden jedoch, dass die Autorin internationale Adoptiveltern einseitig und nicht umfassend genug behandelt.
Vorteile:⬤ Informative und interessante Perspektive auf die Adoption
⬤ unverzichtbare Lektüre für angehende Adoptiveltern
⬤ realistische Darstellung gegenüber den Darstellungen in den Medien
⬤ basierend auf umfangreichen Erfahrungen und Interviews.
⬤ Wahrgenommene Voreingenommenheit gegenüber internationalen Adoptiveltern
⬤ selektive Verwendung von Quellen, die die Ansichten des Autors unterstützen
⬤ repräsentiert möglicherweise nicht die gesamte Population der Adoptivfamilien.
(basierend auf 3 Leserbewertungen)
Blue-Ribbon Babies and Labors of Love: Race, Class, and Gender in U.S. Adoption Practice
Die meisten Amerikaner gehen davon aus, dass gemeinsame Gene oder Blutsverwandtschaft die stärkste Grundlage für Familie sind.
Was kann uns die Adoption über diesen weit verbreiteten Glauben und die amerikanische Verwandtschaft im Allgemeinen sagen? Blue-Ribbon Babies and Labors of Love untersucht, wie Klasse, Geschlecht und Ethnie die öffentliche und private Adoption in den Vereinigten Staaten prägen. Christine Ward Gailey analysiert die Kontroversen um internationale, öffentliche und rassenübergreifende Adoptionen und zeigt auf, wie die politische und wirtschaftliche Dynamik, die die Adoptionspolitik und -praxis prägt, das Leben der Menschen im Adoptionsgeschehen beeinflusst: Adoptierende, Adoptierte, leibliche Eltern und Vermittler innerhalb und außerhalb der Grenzen.
Interviews mit weißen und afroamerikanischen Adoptierenden, Adoptions-Sozialarbeitern und Adoptionsanwälten sowie ihre langfristige teilnehmende Beobachtung in Adoptivgemeinschaften bilden die Grundlage für ihre Analyse, wie die Überzeugungen der Adoptierenden mit den vorherrschenden Annahmen über Verwandtschaft und Familie übereinstimmen oder von diesen abweichen. Gailey zeigt, dass die Art und Weise, wie Adoptiveltern über ihre Kinder sprechen, je nach Ethnie, Klasse und Geschlecht variiert. Sie zeigt, dass die Vorstellungen der Adoptiveltern über den Hintergrund und die frühen Erfahrungen ihrer Kinder sowie ihre eigenen "Familienwerte" die Praxis der Kindererziehung beeinflussen.
Ihre ausführlichen Interviews mit 131 Adoptivkindern zeigen, dass es in den Vereinigten Staaten heute sehr unterschiedliche Praktiken der Verwandtschaft gibt. Gailey geht über die Ideologie "Blut ist dicker als Wasser" hinaus und stellt eine neue Sichtweise auf Verwandtschaft und Familienbildung vor, die für Zeiten des raschen sozialen und kulturellen Wandels geeignet ist.