Bewertung:

Das Buch bietet eine detaillierte Untersuchung der Zeit des Kalten Krieges in Europa, wobei der Schwerpunkt auf militärischen Strategien, der Logistik und den möglichen Ergebnissen von Konflikten zwischen der NATO und dem Warschauer Pakt liegt. Es enthält eine Reihe von Aufsätzen, die sich mit der operativen Planung und dem Einsatz von Kernwaffen befassen und die Auswirkungen des Kalten Krieges aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchten. Obwohl es eine umfassende Quelle für das Studium dieser Epoche ist, deckt es möglicherweise nicht alles ab, was der Leser über den Kalten Krieg wissen möchte.
Vorteile:⬤ Gute Erklärung des Zeitraums und des Kontextes des Kalten Krieges.
⬤ Eingehende Analyse der militärischen Strategien, der Logistik und der Vorbereitungen sowohl aus der Sicht der NATO als auch des Warschauer Paktes.
⬤ Aufschlussreiche Aufsätze, in denen die möglichen „Was-wäre-wenn“-Szenarien eines Ost-West-Konflikts erörtert werden.
⬤ Wertvoll für das Verständnis der operativen Planung und des Einsatzes von Kernwaffen.
⬤ Bietet einen historischen Kontext, der für Leser mit militärischem Hintergrund während des Kalten Krieges relevant ist.
⬤ Aufgrund seiner Komplexität und Tiefe nicht für Gelegenheitsleser geeignet.
⬤ Es fehlt eine umfassende Darstellung der Luftwaffenelemente in diesem Konflikt.
⬤ Der begrenzte Zugang zu Dokumenten des Warschauer Paktes schränkt einige Diskussionen ein.
⬤ Einigen Lesern fehlt es an Antworten auf spezifische Fragen zur Dynamik des Kalten Krieges.
(basierend auf 6 Leserbewertungen)
Blueprints for Battle: Planning for War in Central Europe, 1948-1968
Während die diplomatischen und sicherheitspolitischen Aspekte des Kalten Krieges Gegenstand zahlreicher wissenschaftlicher Untersuchungen sind, wurde der militärischen Planung auf operativer Ebene bisher nur sehr wenig Aufmerksamkeit geschenkt.
In Blueprints for Battle befassen sich Experten aus Russland, den Vereinigten Staaten und Europa mit diesem Mangel, indem sie die militärische Planung der Mitgliedstaaten der NATO und des Warschauer Pakts vom Ende des Zweiten Weltkriegs bis zum Beginn der Zehnten Republik eingehend untersuchen. Auf der Grundlage von Material aus kürzlich geöffneten Archiven untersucht dieser Band die Wahrnehmungen und Handlungen der rivalisierenden Koalitionen, erforscht die Herausforderungen, die sich durch die Nukleartechnologie ergaben, untersucht, wie sich die Wahrnehmungen der militärischen Befehlshaber von den 1950er bis zu den 1960er Jahren veränderten, und erörtert die logistische Koordination zwischen den verbündeten Staaten.
Das Ergebnis ist eine detaillierte Studie, die dringend benötigte neue Perspektiven auf die militärischen Aspekte des frühen Kalten Krieges bietet.