
Blues in the 21st Century: Myth, Self-Expression and Trans-Culturalism
Das Buch ist das Ergebnis des anhaltenden Interesses von Douglas Mark Ponton und Mitherausgeber Uwe Zagratzki am Blues als musikalisches und kulturelles Phänomen und als Quelle der persönlichen Inspiration. In der Tradition der von Samuel Charters und Paul Oliver begründeten Blues-Studien wollen die Autoren durch einen multidisziplinären Ansatz zur Wiederbelebung des Fachs beitragen, um dieses sich ständig weiterentwickelnde soziale Phänomen in seiner ganzen Heterogenität zu erforschen.
Das Buch konzentriert sich entweder auf bestimmte Künstler (Lightnin' Hopkins, Robert Johnson) oder auf bestimmte Texte (Langston Hughes' Weary Blues und Backlash Blues, Jimi Hendrix' Machine Gun) und befasst sich mit Fragen, die von Authentizität und Musikwissenschaft in der Blues-Performance bis hin zum Blues in der Diaspora reichen, wobei auch Techniken der linguistischen Analyse auf die Korpora der Blues-Texte angewendet werden. Während sich einige Kapitel auf den Blues als ein typisch amerikanisches Phänomen konzentrieren, das mit einem spezifischen sozialen Kontext verbunden ist, sehen andere den Blues in seinen aktuellen Entwicklungen als Träger vitaler kultureller Einstellungen im digitalen Zeitalter.
Dieser multidisziplinäre Band wird ein breites Spektrum von Wissenschaftlern ansprechen, die in einer Reihe verschiedener akademischer Disziplinen tätig sind, darunter Musikwissenschaft, Linguistik, Soziologie, Geschichte, Ethnomusikologie, Literatur, Wirtschaft und Kulturwissenschaften. Er wird auch für Pädagogen in allen geisteswissenschaftlichen Fächern von Interesse sein und könnte als Beispiel für die Anwendung spezifischer Analysemethoden auf Daten sowie als allgemeine Einführung in das Gebiet der Blues-Studien dienen.