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Blood in the Fields: Oscar Romero, Catholic Social Teaching, and Land Reform
Am 24. März 1980 wurde Erzbischof Oscar Romero von einem Heckenschützen erschossen, als er die Messe feierte.
Heute, fast vier Jahrzehnte nach seinem Tod, ringt die Welt weiterhin mit der Bedeutung seines Zeugnisses. Blut auf den Feldern: Oscar Romero, die katholische Soziallehre und die Landreform behandelt Romeros Rolle in einem der zentralen Konflikte, die El Salvador während seiner Zeit als Erzbischof erfassten und die das Land unmittelbar nach seinem Tod in den Bürgerkrieg stürzten: der Konflikt um die Konzentration von Agrarland und den Ausschluss der Mehrheit vom Zugang zu Ackerland. Auf der Grundlage umfangreicher historischer und archivarischer Quellen untersucht Blood in the Fields, wie und warum Romero für eine gerechte Landverteilung eintrat und welchen Preis er dafür zahlen musste.
Im Gegensatz zu seinen Kritikern, die Romeros Forderungen nach einer Landreform als kommunistisch inspirierten Angriff auf das Privateigentum verstanden, zeigt Blood in the Fields, wie Romero sich auf das stützte, was die katholische Soziallehre die gemeinsame Bestimmung der geschaffenen Güter nennt, und wie sich daraus ergibt, was Eigentum ist und was es bedeutet, es zu besitzen. Für Romero wurde das Streben nach einer Landreform Teil einer umfassenderen Politik des Gemeingebrauchs, die dem Zugang aller Menschen zu Gottes Geschenk der Schöpfung Vorrang einräumt.
Auf diese Weise zeigt Blut auf den Feldern, wie die nähere Betrachtung dieses Landkonflikts eine viel umfassendere moralische und theologische Landschaft eröffnete, in der der Kampf um Gerechtigkeit bei der Landverteilung auch zu einem Kampf darüber wurde, was es bedeutet, ein Mensch zu sein, in einer Gesellschaft mit anderen zu leben und sogar ein Nachfolger Christi zu sein. Das Verständnis dieses Konflikts und seines theologischen Einsatzes hilft, die Bedeutung von Romeros Zeugnis und die Art und Weise zu klären, wie Gottes Werk zur Wiederherstellung der Schöpfung in Christus kreuzförmig ist.