Blut auf der Seite: Interviews mit afrikanischen Autoren, die über HIV/AIDS schreiben

Blut auf der Seite: Interviews mit afrikanischen Autoren, die über HIV/AIDS schreiben (Lizzy Attree)

Originaltitel:

Blood on the Page: Interviews with African Authors Writing about HIV/AIDS

Inhalt des Buches:

Die vierzehn Interviews in diesem Buch bilden eine noch nie dagewesene Fülle an Material über die Reaktionen von Autoren auf HIV/AIDS in Südafrika und Simbabwe. Sie bilden ein wertvolles Archiv, das die Vielfalt der Ansichten und Meinungen verschiedener Autoren über ihre oft bahnbrechenden Entscheidungen beim Schreiben über HIV/AIDS dokumentiert und kontextualisiert.

Alle Autoren gehören zu den ersten, die in ihren jeweiligen Ländern Belletristik über HIV/AIDS veröffentlichten. Diese Interviews sind von besonderem Wert, da diese Themen mit keinem der Autoren zuvor ausführlich erörtert worden sind. Gemeinsam bieten sie ein einzigartiges Spektrum an Ansätzen und Meinungen als Reaktion auf die HIV/AIDS-Pandemie im südlichen Afrika.

Ihre Bedeutung liegt in ihrer spezifischen literarischen, aber auch in ihrer umfassenderen sozialen, kulturellen und politischen Sichtweise auf eine Krankheit, die sich trotz umfangreicher Maßnahmen von NRO, medizinischen Einrichtungen und der Regierung weiter ausbreitet.

Sowohl in Südafrika als auch in Simbabwe haben die Regierungen nicht auf die dringende Notwendigkeit neuer politischer und wirtschaftlicher Lösungen für die Herausforderung der HIV-Infektion reagiert. Die Reaktionen in der Bevölkerung reichen von weitverbreitetem Schweigen, Scham und Angst bis hin zu politischem Aktivismus und unverblümter Kritik an der Untätigkeit der Regierung.

Die Autoren geben diesem Schweigen eine Stimme und kontextualisieren die unterschiedlichen Reaktionen der verschiedenen Völker. Im Jahr 2008 starben weltweit etwa 2 Millionen Menschen an AIDS. 1998 war AIDS die größte Todesursache im südlichen Afrika, fast doppelt so hoch wie die eine Million Todesfälle durch Malaria und achtmal so hoch wie die 209.000 Todesfälle durch Tuberkulose.

Es ist seit langem bekannt, dass von den Menschen, die weltweit an AIDS sterben, die meisten im südlichen Afrika leben. Wenn man die damit verbundenen sozialen und kulturellen Auswirkungen einer HIV-Infektion berücksichtigt, tragen fiktionale Darstellungen wesentlich zu unserem Verständnis der Auswirkungen von HIV/AIDS auf Gemeinschaften und Einzelpersonen bei und bieten eine dringend benötigte Grundlage für die "Vermenschlichung" einer Epidemie, die statistisch gesehen unvorstellbar ist. Es wurde gesagt, dass die Gefühle und Reaktionen, die HIV/AIDS hervorruft, oft "zu unwirklich für Worte" sind, und genau diese Vorstellung, dass bestimmte Krankheiten tabu sind, nicht erwähnt werden können und kaum als solche benannt werden, macht die Verbalisierung dieser Epidemie zu einem modernen Gebot.

Weitere Daten des Buches:

ISBN:9781443820776
Autor:
Verlag:
Einband:Hardcover
Erscheinungsjahr:2010
Seitenzahl:260

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