Bewertung:

Das Buch „Blood in the Arena“ von Alison Futrell wird von einigen wegen seines wissenschaftlichen Ansatzes und seiner eingehenden Untersuchung der römischen Spektakel gelobt, während andere die Organisation und den Mangel an detaillierten Inhalten in Bereichen, die sie erwartet hatten, kritisieren.
Vorteile:Das Buch wird für seinen interdisziplinären Ansatz, die klaren Quellenangaben und die Einblicke in die römische Gesellschaft und den Blutsport gelobt. Die Leser schätzen die Tiefe des Buches, die es sowohl für Geschichtsinteressierte als auch für Durchschnittsleser, die sich selbst ein Bild machen wollen, geeignet macht.
Nachteile:Kritiker weisen darauf hin, dass das Buch schlecht gegliedert ist, mit einer schwachen Argumentation und einem Übermaß an tangentialem Inhalt. Einige Leser erwarteten mehr Details über die Wettkämpfe und fanden den Titel irreführend, da er sich nicht auf die tatsächlichen blutigen Auseinandersetzungen in den besprochenen Arenen konzentrierte.
(basierend auf 6 Leserbewertungen)
Blood in the Arena: The Spectacle of Roman Power
Vom Zentrum des kaiserlichen Roms bis in die entlegensten Gebiete des antiken Britannien, Gallien und Spanien prägten Amphitheater die Landschaft des Weströmischen Reiches. Sie wurden gebaut, um den eroberten Völkern römische Institutionen und das Spektakel der römischen Macht nahezubringen, und viele von ihnen zeugen noch heute vom Ausmaß und der Kontrolle des Imperiums.
In diesem Buch untersucht Alison Futrell die Arena als eine wichtige soziale und politische Institution, die Rom und seine Provinzen miteinander verband. Sie beginnt mit den Ursprüngen der Gladiatorenkämpfe und zeigt, wie diese eine wichtige Rolle bei der Umstrukturierung der römischen Autorität in der späteren Republik spielten. Anschließend zeichnet sie die Ausbreitung von Amphitheatern über das westliche Imperium als Mittel zur Übermittlung und Aufrechterhaltung der römischen Kultur und Kontrolle in den Provinzen nach.
Futrell untersucht auch die größeren Auswirkungen der Arena als Schauplatz für ritualisierte Massenschlachtungen von Menschen und zeigt, wie der Gladiatorenkampf sowohl religiöse als auch politische Obertöne annahm. Diese umfassende Studie, die Erkenntnisse aus der Archäologie, der Anthropologie und der klassischen Philologie einbezieht, erweitert unser Verständnis des Gladiatorenkampfes und seiner Stellung innerhalb der hochpolitisierten Kultpraxis des Römischen Reiches.