Bewertung:

Das Buch bietet einen umfassenden Überblick über den Konflikt zwischen Missouri und Kansas während der Zeit des Bürgerkriegs anhand einer Reihe von Aufsätzen. Ziel ist es, einen ausgewogenen Blick auf beide Seiten zu werfen, indem verschiedene sozialgeschichtliche Aspekte und der politische Kontext, der zu dem Konflikt führte, untersucht werden. Einige Leser fanden jedoch, dass die Aufsätze von uneinheitlicher Qualität sind und es ihnen an spezifischen Details über die Geschichte Missouris und die Erfahrungen der amerikanischen Ureinwohner fehlt.
Vorteile:⬤ Ziemlich ausgewogene Darstellung der Perspektiven von Kansas und Missouri.
⬤ Starker Fokus auf die Sozialgeschichte und übersehene Grenzkonflikte.
⬤ Enthält aufschlussreiche Beiträge von verschiedenen Autoren.
⬤ Gut geeignet für akademische Zwecke und Bürgerkriegsbegeisterte.
⬤ Bietet einen genaueren Blick auf den historischen Kontext des Bürgerkriegs.
⬤ Einigen Kapiteln mangelt es an Tiefe oder gründlicher Recherche, was zu Ungenauigkeiten bei den historischen Fakten führt.
⬤ Begrenzte Diskussion über die Geschichte der Sklaverei und die Beteiligung der amerikanischen Ureinwohner.
⬤ Einige Leser fanden den Text ermüdend und zu akademisch.
⬤ Wiederholungen von Themen in verschiedenen Aufsätzen aufgrund mehrerer Autoren.
⬤ Die Einleitung setzt den Grenzkrieg mit nicht verwandten zeitgenössischen Themen gleich, was einige Leser irritierte.
(basierend auf 13 Leserbewertungen)
Bleeding Kansas, Bleeding Missouri: The Long Civil War on the Border
Lange bevor der erste Schuss des Bürgerkriegs in Fort Sumter fiel, war an der Grenze zwischen Missouri und Kansas bereits Gewalt ausgebrochen - ein immer wiederkehrender Kreislauf aus Raub, Brandstiftung, Folter, Mord und Rache. Diese facettenreiche Studie bringt fünfzehn Wissenschaftler zusammen, um unser Verständnis dieser lebenswichtigen Region, der Gewalt, die sie belagerte, und ihrer allgemeinen Auswirkungen auf den Bürgerkrieg zu erweitern.
Bleeding Kansas, Bleeding Missouri verbindet politische, militärische, soziale und intellektuelle Geschichte, um zu erklären, warum die Spaltung der Region so bitter war und so lange andauerte. Es bietet ein differenzierteres Verständnis des Konflikts und definiert, was die Männer und Frauen, die dort lebten, einte und was sie trennte, und wie verschiedene politische Meinungsverschiedenheiten schließlich in Gewalt ausarteten. Indem sie sich auf die umstrittenen Definitionen von Freiheit, Staatsbürgerschaft und Freiheit konzentriert, erforscht sie auch, wie Zivilgesellschaften zusammenbrechen und wie sie nach dem Ende des Konflikts wiederaufgebaut werden.
Die Autoren beleuchten dieses Schlüsselkapitel der amerikanischen Geschichte in seiner ganzen Komplexität. In den Aufsätzen über „Sklaverei und Rechts- und Ordnungspolitik entlang der Grenze“ wird untersucht, wie die Grenzregion durch den Konflikt über den Status der Sklaverei im Kansas-Territorium verändert wurde und wie der entstehende Konflikt an der Grenze zwischen Kansas und Missouri eine größere nationale Bedeutung erlangte. Andere Aufsätze befassen sich mit dem Übergang zur totalen Kriegsführung und untersuchen die Kriegserfahrungen der verschiedenen Menschen, die die Region bevölkerten, in Making the Border Bleed“. Die abschließenden Artikel über „The Border Reconstructed and Remembered“ untersuchen die Art und Weise, wie die Grenzbewohner ihre Gesellschaft nach dem Krieg wieder aufbauten und wie sie sich Jahrzehnte später daran erinnerten.
Wie diese eindringliche Sammlung zeigt, konnten sich die Bürger auf beiden Seiten der Grenze nur dann versöhnen, wenn Missourianer und Kansanser eine gemeinsame Vision für Amerika vertraten - eine Vision, die auf gemeinsamen landwirtschaftlichen Praktiken, Ideen über wirtschaftliche Entwicklung und Rassengleichheit beruhte.