Bewertung:

Die Rezensionen zu „Bloody Lowndes“ loben die gründliche Recherche, den fesselnden Schreibstil und die emotionale Tiefe des Buches, das einen bedeutenden Abschnitt der Bürgerrechtsbewegung in Lowndes County, Alabama, beschreibt. Das Buch beleuchtet wirkungsvoll den Kampf der Gemeinde für Black Power und Bürgerrechte und bietet gleichzeitig eine detaillierte Erzählung, die den Leser in das Leben und die Herausforderungen der örtlichen Aktivisten eintauchen lässt. Kritiker verweisen auf die Bedeutung des Buches für das Verständnis von Graswurzelbewegungen und den historischen Rahmen des Rassismus im Süden.
Vorteile:⬤ Hervorragend recherchiert und geschrieben
⬤ emotional fesselnd
⬤ bietet eine gründliche Analyse der Bürgerrechtsgeschichte in Lowndes County
⬤ kombiniert literarische und historische Perspektiven
⬤ fängt die Basisbewegung effektiv ein
⬤ bringt Authentizität durch die persönlichen Erfahrungen des Autors in der Gemeinde
⬤ beendet Kapitel mit hilfreichen Zusammenfassungen.
Für manche Leser mag es schwierig sein, den Überblick über die zahlreichen weniger bekannten historischen Persönlichkeiten zu behalten; das emotionale Gewicht des Inhalts kann intensiv sein.
(basierend auf 15 Leserbewertungen)
Bloody Lowndes: Civil Rights and Black Power in Alabama's Black Belt
(Gewinner des Clinton Jackson Coley Award 2010 für das beste Buch zur lokalen Geschichte der Alabama Historical Association)
Anfang 1966 gründeten Afroamerikaner im ländlichen Lowndes County, Alabama, mit Unterstützung von Aktivisten des Student Non-Violent Coordinating Committee (SNCC) eine rein schwarze, unabhängige politische Partei namens Lowndes County Freedom Organization (LCFO). Die Gruppe, deren Wahlsymbol ein zähnefletschender schwarzer Panther war, wurde unter anderem gegründet, um gegen die Hürden zu protestieren, die jahrzehntelang jeden einzelnen Afroamerikaner im wahlberechtigten Alter von der Registrierung in den Registern des Bezirks abgehalten hatten. Selbst nach der Verabschiedung des Voting Rights Act hatten die meisten Afroamerikaner in diesem mehrheitlich schwarzen Bezirk zu viel Angst, um sich überhaupt zu registrieren. Ihre Angst rührte von der langen, blutigen Geschichte des Bezirks her, in der die Weißen Vergeltung an den Schwarzen übten, die sich bemühten, die ihnen nach dem Bürgerkrieg gewährte Freiheit auszuüben.
In diesem von Einschüchterung und Entmachtung geprägten Umfeld betrachteten die Afroamerikaner in Lowndes County die LCFO als das beste Mittel für konkrete Veränderungen. Ihr radikales demokratiepolitisches Experiment inspirierte Schwarze im ganzen Land, vom SNCC-Organisator Stokely Carmichael, der das Programm in Lowndes County als Blaupause für Black Power nutzte, bis zu den in Kalifornien lebenden Aktivisten Bobby Seale und Huey P. Newton, die den LCFO-Panther als Namensgeber für ihre neue Basisorganisation übernahmen: die Black Panther Party for Self Defense. Diese Partei und ihr Symbol wurden in den 1960er- und 1970er-Jahren zur nationalen Organisation der schwarzen Militanz, doch die entscheidende Rolle, die Lowndes County - historisch gesehen eine Bastion der weißen Vorherrschaft - dabei spielte, schwarze Aktivisten landesweit dazu anzuspornen, auf neue und radikalere Weise für Bürger- und Menschenrechte zu kämpfen, wurde lange verdrängt.
Hasan Kwame Jeffries stützt sich auf eine beeindruckende Reihe von Quellen, die von Regierungsdokumenten bis hin zu persönlichen Interviews mit Einwohnern von Lowndes County und SNCC-Aktivisten reichen, und erzählt zum ersten Mal die bemerkenswerte vollständige Geschichte des Freiheitskampfes in Lowndes County und dessen Beitrag zur größeren Bürgerrechtsbewegung. Das Buch überbrückt die klaffende Lücke in der Literatur zwischen der Bürgerrechtsbewegung und der Black-Power-Politik und bietet ein neues Paradigma für das Verständnis der Bürgerrechtsbewegung.