Bewertung:

Das Buch „Bomber County“ von Daniel Swift erforscht das Leben des Großvaters des Autors, eines RAF-Piloten, der im Zweiten Weltkrieg ums Leben kam, und verwebt dabei historische Details mit Gedichten aus dieser Zeit. In den Rezensionen findet sich eine Mischung aus Anerkennung für Swifts Recherchen und seinen anregenden Schreibstil, aber auch ein Gefühl der Unzufriedenheit mit dem Gleichgewicht zwischen den historischen und poetischen Elementen des Buches.
Vorteile:⬤ Gut recherchiertes, interessant dargebotenes Material
⬤ anregender und emotionaler Schreibstil
⬤ verbindet die persönliche Geschichte mit einem breiteren historischen Kontext
⬤ bietet Einblicke in die Luftfahrt des Zweiten Weltkriegs und die damit verbundene Poesie
⬤ kann zur weiteren Lektüre von Gedichten anregen.
⬤ Unzureichend integrierte Poesie für diejenigen, die Tiefe in diesem Aspekt suchen
⬤ einige Leser fanden die enthaltene Poesie von geringer Qualität
⬤ kann sich durch die Kombination zweier Themen (Luftfahrt und Poesie) unkonzentriert fühlen
⬤ nicht alle Leser mögen die literarischen Elemente schätzen.
(basierend auf 12 Leserbewertungen)
Bomber County: The Poetry of a Lost Pilot's War
Anfang Juni 1943 bestieg James Eric Swift, Pilot der 83rd Squadron der Royal Air Force, seinen Lancaster-Bomber für einen nächtlichen Angriff auf Mnster und verschwand.
Die Bombardierung aus der Luft war für den Zweiten Weltkrieg das, was die Schützengräben für den Ersten Weltkrieg waren: eine schockierende und neue Form der Kriegsführung, erbärmlich und unerwartet und mit schrecklichen Verlusten verbunden. So wie die Schützengräben die bemerkenswertesten Gedichte des Ersten Weltkriegs hervorgebracht haben, so haben auch die Bombenangriffe im Zweiten Weltkrieg eine Reihe eindringlicher Gedichte hervorgebracht.
Bei der Recherche über das Leben seines Großvaters beschäftigte sich Daniel Swift mit den Zusammenhängen zwischen Luftkrieg und Poesie. Bomber County ist vordergründig ein Bericht über die Suche des Autors nach seinem verschollenen Großvater in militärischen und zivilen Archiven und in Interviews, die er in den Niederlanden, Deutschland und England geführt hat. Es ist auch eine Untersuchung der Beziehung zwischen den Bombenangriffen des Zweiten Weltkriegs und der Poesie, eine Untersuchung der Erfahrung des Bombardierens und des Bombardiert-Werdens und eine kraftvolle Abrechnung mit der Moral und der Literatur eines verschwundenen Moments.