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Boudica: Warrior Woman of Roman Britain
Im Jahr 60/61 n. Chr.
hätte Rom die Provinz Britannien beinahe an eine Frau verloren. Boudica, die Frau des Klientelkönigs Prasutagus, schürte eine Rebellion, die sich für Camulodunum (Colchester), Londinium (London) und Verulamium (St. Albans) als katastrophal erwies, einen Teil einer römischen Legion vernichtete und den Tod einer ungezählten Zahl von Veteranen, Familien, Soldaten und Briten verursachte.
Doch mit einer entscheidenden Niederlage wurde ihre Vision von Freiheit zerstört, und die Iceni erhoben sich nie wieder.
Boudica: Warrior Woman of Roman Britain führt den Leser in das Leben und die literarische Bedeutung von Boudica ein, indem es ihre verschiedenen literarischen Charakterisierungen denen anderer Frauen und Rebellenführer gegenüberstellt. Diese Studie konzentriert sich auf unsere frühesten literarischen Zeugnisse, die Berichte von Tacitus und Cassius Dio, und untersucht ihre Erzählungen neben materiellen Zeugnissen aus der späten Eisenzeit und dem frühen römischen Britannien.
Im Laufe des Buches stellt Caitlin Gillespie vergleichende Skizzen zwischen Boudica und den positiven und negativen Beispielen an. Die Leser assoziieren sie mit der Prophetin Veleda, der Klientelkönigin Cartimandua und dem Rebellen Caratacus. Literarische Vergleiche helfen, Boudica als Barbarin, Königin, Mutter, Kriegsherrin und Anführerin eines Aufstands zu verstehen.
In den antiken Texten wird Boudica auch als interne Kommentatorin des Versagens von Kaiser Nero verwendet, und ihre Revolte verkörpert die anhaltenden Konflikte zwischen den Geschlechtern und der Macht am Ende der julisch-claudischen Ära. Sowohl die literarischen als auch die archäologischen Quellen weisen auf umfassendere Probleme hin, die sich aus dem Zusammenprall der römischen und der einheimischen Kultur ergeben. Boudicas einzigartige Fähigkeit, unterschiedliche Gruppen von Briten zu vereinen, hat ihren Platz in der Geschichte des römischen Britanniens gefestigt.
Während die Details ihres Lebens nach wie vor schwer fassbar sind, hat ihre literarische Figur noch mehr zu sagen.