Bewertung:

Das Buch bietet eine vergleichende Analyse von Brahms und Bruckner, aber es kombiniert bekannte Fakten mit spekulativen Interpretationen, denen es an Originalität fehlt. Der Autor Floros versucht, für programmatische Elemente in der Musik beider Komponisten zu argumentieren, doch viele seiner Behauptungen sind nicht überzeugend und schlecht belegt. Außerdem leidet das Buch unter einem Mangel an Korrekturlesen und Organisation.
Vorteile:Der erste Teil des Buches bietet einen angemessenen Überblick über die bekannten Fakten zu Brahms und Bruckner. Einige Beobachtungen im dritten Teil über Bruckners Einflüsse sind interessant. Er befasst sich mit der Beziehung zwischen biografischen Elementen und musikalischem Schaffen.
Nachteile:Die Analyse ist spekulativ und nicht neu, insbesondere die Abschnitte über die programmatischen Tendenzen von Brahms und Bruckner, die weitgehend nicht überzeugen. Zahlreiche Tippfehler, Formatierungsprobleme und ein fehlender Index beeinträchtigen die Professionalität des Buches.
(basierend auf 2 Leserbewertungen)
Brahms and Bruckner as Artistic Antipodes: Studies in Musical Semantics
Waren Brahms und Bruckner wirklich Antipoden, wie man im späten 19.
Jahrhundert glaubte, oder hatten ihre Zeitgenossen die Dimension ihrer Entfernung überschätzt? Das vorliegende Buch sucht eine Antwort auf diese Frage. Es stützt sich auf die Prinzipien der Intermedialität und auf eine von der Autorin entwickelte und auf zahlreiche Musikwerke angewandte Methode der semantischen Analyse.