Bewertung:

Das Buch bietet einen umfassenden Überblick über die Neurophilosophie, indem es Erkenntnisse aus den Neurowissenschaften mit philosophischen Untersuchungen über den Geist, das Bewusstsein und verwandte Themen verbindet. Es ist gut gegliedert, informativ und zielt darauf ab, traditionelle philosophische Vorstellungen durch die Einbeziehung empirischer wissenschaftlicher Erkenntnisse zu hinterfragen. Einige Leser kritisieren jedoch die Widersprüchlichkeit der Argumente und die zu starke Vereinfachung komplexer philosophischer Debatten.
Vorteile:Gelobt wird das Buch für seine Klarheit, die gut strukturierten Kapitel, die spannenden Diskussionen über die Neurowissenschaften und seine Fähigkeit, komplexe Themen einem breiten Publikum zugänglich zu machen. Rezensenten loben die Integration wissenschaftlicher Daten mit philosophischen Fragen, die intellektuelle Ehrlichkeit des Autors und die Konzentration auf empirische Belege für die Erforschung von Bewusstsein und Geist.
Nachteile:Kritiker weisen darauf hin, dass das Buch dicht und manchmal vereinfachend sein kann, mit Behauptungen, denen es an Tiefe in der philosophischen Argumentation fehlt. In einigen Rezensionen wird die Tendenz bemängelt, den Dualismus und andere gegenteilige Ansichten ohne ausreichende Begründung abzutun, sowie Schwächen bei der Behandlung von Religion und freiem Willen. Es gibt auch Bedenken hinsichtlich der Konsistenz des Autors und der allgemeinen Tiefe der philosophischen Diskussion.
(basierend auf 13 Leserbewertungen)
Brain-Wise: Studies in Neurophilosophy
Die Fortschritte in den Neurowissenschaften verändern unsere Vorstellung von uns selbst grundlegend. Entgegen der althergebrachten Vorstellung entpuppt sich der Geist als ein Komplex von Gehirnfunktionen.
Und entgegen dem Wunschdenken mancher Philosophen lässt sich der revolutionäre Einfluss der Hirnforschung auf unser Verständnis der Funktionsweise des Geistes nicht aufhalten. Brain-Wise ist die Fortsetzung von Patricia Smith Churchlands Neurophilosophie, dem Buch, das ein Teilgebiet begründet hat.
In einer klaren, unterhaltsamen Art und Weise untersucht dieses Buch alte Fragen über die Natur des Geistes im neuen Rahmen der Hirnforschung. Was, so fragt es, ist die neurobiologische Grundlage des Bewusstseins, des Selbst und der freien Entscheidung? Wie lernt das Gehirn über die Außenwelt und über seine eigene innere Welt? Was kann uns die Neurophilosophie über die Grundlagen und die Bedeutung von religiösen und moralischen Erfahrungen sagen? Auf der Grundlage von Forschungsergebnissen auf neuronaler, neurochemischer, System- und Ganzhirnebene gibt das Buch einen aktuellen Überblick über den Stand der Neurophilosophie - was wir wissen, was wir nicht wissen und wohin die Reise gehen könnte.