
Branding Humanity: Competing Narratives of Rights, Violence, and Global Citizenship
Die „Save Darfur“-Bewegung erlangte eine internationale Anhängerschaft und verschaffte diesem abgelegenen sudanesischen Gebiet große internationale Aufmerksamkeit.
Prominente und andere namhafte Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens beteiligten sich an Menschenrechtskampagnen zur Bekämpfung der Gewalt in der Region. Doch wie ordnen die Aktivisten vor Ort und die Menschen in der sudanesischen Diaspora in den Vereinigten Staaten ihre eigenen Vorstellungen von Rechten, Nationalismus und Identität ein?
Auf der Grundlage von Interviews mit sudanesischen sozialen Akteuren, Aktivisten und ihren Verbündeten in den Vereinigten Staaten, im Sudan und im Internet zeichnet Branding Humanity die globale Geschichte der Gewalt und der Neugestaltung sudanesischer Identitäten nach. Amal Hassan Fadlalla untersucht, wie Aktivisten die aus dem Sudan stammenden Geschichten über Gewalt und ihre Identität als Migranten anfechten, umgestalten und zurückfordern. Fadlalla zeichnet das Aufeinanderprallen und die Reibung von Meistererzählungen und Gegenerzählungen auf, die von konkurrierenden sozialen und politischen Akteuren in Umlauf gebracht und mobilisiert werden, die durch ihre eigene Identitätspolitik und die Zwangslage des Exils soziale Ausgrenzung und Inklusion verhandeln.
Durch die Erforschung der vielfältigen und individuellen Erfahrungen sudanesischer Aktivisten und Verbündeter hilft uns Branding Humanity, über die oft monolithische internationale Brandmarkung von Konflikten hinauszublicken. Fadlalla fordert die Leserinnen und Leser auf, darüber nachzudenken, wie nationale und transnationale Debatten über Gewalt ethnische Identitäten verbreiten, formen und neu territorialisieren, Bedeutungen nationaler Zugehörigkeit stören und Vorstellungen von Solidarität und globalen Zugehörigkeiten neu artikulieren.