Bewertung:

Das Buch von Davi Lago wird für seine aufschlussreiche Erforschung der Rolle der Evangelikalen in der brasilianischen Politik und Gesellschaft hoch gelobt. Es vereint historische, soziologische und juristische Perspektiven, wodurch es für ein breites Publikum zugänglich ist und zum Nachdenken anregt. Rezensenten loben die Klarheit, Tiefe und Relevanz des Buches und bezeichnen es als unverzichtbare Lektüre für das Verständnis zeitgenössischer Themen in Brasilien. Einige Kritiker bemängeln jedoch das Fehlen konkreter Beispiele für den Dialog über kontroverse Themen und kleinere Probleme mit dem physischen Zustand des Buches bei seiner Ankunft.
Vorteile:⬤ Eine zum Nachdenken anregende und aufschlussreiche Untersuchung der Evangelikalen in der brasilianischen Politik.
⬤ Ausgewogenes Verhältnis zwischen historischen, soziologischen und rechtlichen Aspekten.
⬤ Klarer und zugänglicher Schreibstil.
⬤ Beteiligt sowohl Evangelikale als auch Nicht-Evangelikale an der Diskussion.
⬤ Fördert den Dialog und das Verständnis für Demokratie, Säkularismus und Menschenrechte.
⬤ Es fehlt an konkreten Beispielen für einen rationalen Dialog über kontroverse Themen.
⬤ Einige Exemplare kamen beschädigt an (z. B. Umschlag).
⬤ Geringfügige konzeptionelle Probleme in historischen Kategorien.
(basierend auf 14 Leserbewertungen)
Ein Manifest für mehr Klarheit in der brasilianischen politischen Debatte.
Mit einem Anteil von fast einem Drittel der brasilianischen Bevölkerung haben die Evangelikalen heute ein großes Gewicht auf der nationalen Bühne. In einem vielstimmigen Brasilien ist es unmöglich, dass die Stimme der Evangelikalen in den wichtigsten Diskussionen des Landes unberücksichtigt bleibt. Ebenso muss diese Gruppe wissen, wie man abweichende Stimmen anhört, die im Kontext einer pluralistischen Gesellschaft ebenso relevant sind.
In „Polyphonic Brazil: Evangelicals and the Structures of Power“ wendet Davi Lago die zivilisatorischen Rahmenbedingungen der modernen Gesellschaft und die Prinzipien der politischen Theologie auf die komplexe brasilianische Realität an. Der Autor zeigt auf, welchen Einfluss die jüdisch-christliche Tradition und die protestantische Reformation auf den rechtlichen und politischen Rahmen des Westens hatten. Deshalb ermutigt er den heterogenen evangelikalen Teil und die nicht-evangelikalen Teile der Gesellschaft, zu einem Umfeld des Respekts und der Toleranz beizutragen.
Indem er auf den Weg des Dialogs und der gegenseitigen Rücksichtnahme setzt, ohne die notwendige Selbstkritik zu vernachlässigen, ordnet der Autor die konzeptionellen und historischen Grundlagen, die die Suche nach einem demokratischen Zusammenleben zum Wohle der Nation leiten und inspirieren.