
Transforming Brent Libraries
Öffentliche Bibliotheken sind nach wie vor ein wichtiger und sehr beliebter öffentlicher Dienst. In England gibt es fast 3.000 öffentliche Bibliotheken, die von 150 verschiedenen Behörden betrieben werden und etwa 800 Millionen an öffentlichen Geldern ausgeben.
Fast die Hälfte der Bevölkerung ist im Besitz eines Bibliotheksausweises. Warum wird dann so wenig darauf geachtet, wie und warum ein öffentlicher Bibliotheksdienst modernisiert werden sollte? Die Umgestaltung der Bibliotheken in Brent war ein erfolgreiches Beispiel für eine Reform des öffentlichen Dienstes, die trotz einer Kürzung der Haushaltsmittel um fast 20 % zu besseren Ergebnissen führte. Als solches wurde es sowohl von Mitarbeitern anderer Behörden als auch in der Regierungsliteratur gelobt.
Dennoch war sie außerordentlich umstritten. Es führte zu einer gerichtlichen Überprüfung, die bis zum Berufungsgericht ausgefochten wurde, und zog die Verurteilung einer Reihe von Prominenten und nationale Schlagzeilen nach sich. James Powney war das Herzstück dieser erfolgreichen Bibliotheksreform, die aus einem mittelmäßigen öffentlichen Bibliotheksdienst einen der erfolgreichsten Dienste im Vereinigten Königreich machte.
Dieses Buch ist in vier Abschnitte gegliedert. Der erste Teil beschreibt den Prozess der Verabschiedung des Gesetzes und die anschließenden Gerichtsverfahren. Der zweite Teil befasst sich mit einigen der Themen, die in diesem Prozess zur Sprache kamen, insbesondere mit dem Scheitern der „Big Society“, die sich nicht durchsetzen konnte.
Im dritten Teil geht es darum, was moderne Bibliotheken leisten können und warum sie wichtig sind - im Gegensatz zu dem, was manche in der Regierung behaupten. Schließlich gibt es eine kurze Auflistung der Lehren, die gezogen wurden.