Bewertung:

Das Buch bietet eine interessante und detaillierte Untersuchung der Filme von Brian De Palma, die Einblicke in das Leben und die Arbeit des Regisseurs bietet, obwohl es in einigen Kapiteln bemerkenswerte Mängel in der Analyse und Präsentation aufweist.
Vorteile:Der Autor untersucht alle Filme von De Palma im Detail und liefert wertvolle Informationen und Verbindungen zu seinem Leben und anderen Filmemachern, insbesondere Hitchcock. Das Buch zeichnet sich durch seinen psychoanalytischen Ansatz aus, der interessante Perspektiven bietet, insbesondere in Kapiteln wie „Obsession“. Insgesamt schätzt der Leser das Engagement und die Leidenschaft des Autors für das Kino von De Palma.
Nachteile:An einigen Kapiteln, insbesondere an dem über „Mission Impossible“, wird kritisiert, dass es ihnen an Tiefe fehlt und sie die Komplexität des Films nicht erfassen. Außerdem kann eine zu detaillierte Beschreibung der Handlung den Text ermüden, was der Klarheit und dem Engagement abträglich ist. Die Leser sind auch der Meinung, dass der psychoanalytische Ansatz aufschlussreicher und aussagekräftiger sein könnte.
(basierend auf 4 Leserbewertungen)
Brian de Palma's Split-Screen: A Life in Film
In den letzten fünf Jahrzehnten gehörten die Filme des Regisseurs Brian De Palma (geb. 1940) zu den größten Erfolgen ("Die Unbestechlichen"; "Mission: Impossible") und zu den größten Misserfolgen ("Das Feuer der Eitelkeiten") in der Geschichte Hollywoods. De Palma verhalf so prominenten Schauspielern wie Robert De Niro, John Travolta und Sissy Spacek (die für einen Oscar als beste Darstellerin in Carrie nominiert war) zum Durchbruch. Quentin Tarantino nannte Blow Out sogar als einen seiner drei Lieblingsfilme und lobte De Palma als den besten lebenden amerikanischen Regisseur.
Der Film Dressed to Kill wurde von Feministinnen angefeindet, die gegen die Darstellung von Gewalt gegen Frauen protestierten, und trug dazu bei, das Genre des erotischen Thrillers zu begründen. Scarface mit seiner überdrehten Darstellung von Al Pacino bleibt ein Kultfilm. Im einundzwanzigsten Jahrhundert hat De Palma weiter experimentiert und Elemente aus Videospielen (Femme Fatale), Boulevardjournalismus (The Black Dahlia), YouTube und Skype (Redacted und Passion) in seine neuesten Werke integriert.
Was macht De Palma zu einem solchen Außenseiter, selbst wenn er Hollywood-Genrefilme dreht? Warum zeigen seine Filme oft Größenwahnsinnige und gescheiterte Helden? Ist er lediglich ein Frauenfeind und ein Nachahmer von Alfred Hitchcock? Um diese Fragen zu beantworten, wählt der Autor Douglas Keesey einen biografischen Ansatz für De Palmas Kino und zeigt, wie De Palma Ereignisse aus seinem eigenen Leben in seinen Filmen verarbeitet. Dieses Buch, das in einem zugänglichen Stil geschrieben ist und ein Kapitel über jeden seiner bisherigen Filme enthält, ist für alle gedacht, die mehr über De Palmas kontroverse Filme wissen oder den Mann, der sie gemacht hat, besser verstehen wollen.