Bewertung:

Das Buch ist eine wissenschaftliche Untersuchung der Briefe von Eshinni, einer Frau aus dem mittelalterlichen Japan, die Einblicke in die Lebensbedingungen und die Rolle der Frau in dieser Zeit gibt. Während es für seinen informativen Inhalt und seine Klarheit gelobt wird, wurde es wegen seines Umgangs mit sensiblen historischen Zusammenhängen in Bezug auf die Sklaverei kritisiert.
Vorteile:Faszinierende wissenschaftliche Untersuchung, wertvolle Primärquellen, informativ und leicht zu lesen, großartiges Hilfsmittel für Studenten des Buddhismus und der japanischen Geschichte, beleuchtet die Rolle der Frauen im mittelalterlichen Japan.
Nachteile:⬤ Kritik an der Darstellung der Sklaverei
⬤ bezieht sich auf Sklaven als „Diener“, was einige Leser als unaufrichtig empfanden
⬤ erfüllt möglicherweise nicht die Erwartungen an weitere Briefe oder neue Erkenntnisse.
(basierend auf 5 Leserbewertungen)
Letters of the Nun Eshinni: Images of Pure Land Buddhism in Medieval Japan
Eshinni (1182-1268?), eine buddhistische Nonne und Ehefrau von Shinran (1173-1262), dem berühmten Gründer der Shin-Schule des Buddhismus, war bis zur Entdeckung einer Sammlung ihrer Briefe im Jahr 1921 weitgehend unbekannt. In dieser Studie hat James C. Dobbins, ein führender Gelehrter des Reinland-Buddhismus, diese Briefe kreativ genutzt, um ein neues Licht auf das Leben und die Religion im mittelalterlichen Japan zu werfen. Er liefert eine vollständige Übersetzung der Briefe und eine Erläuterung, die den Charakter und den Geschmack des frühen Shin-Buddhismus offenbart. Die Leser werden mit einer neuen Perspektive auf die Wissenschaft des Reinen Landes und einem lebendigen Bild von Eshinni und der Welt, in der sie lebte, nach Hause gehen.
Nachdem er die Ideen und Praktiken des Reinland-Buddhismus in den Kontext der tatsächlichen Lebensbedingungen im Japan des 13. Jahrhunderts gestellt hat, untersucht Dobbins die Darstellung von Frauen im Reinland-Buddhismus, die große Bandbreite an Lebensstilen, die unter mittelalterlichen Frauen und Nonnen zu finden waren, und wie sie inmitten negativer Stereotypen ein sinnvolles religiöses Leben aufbauten. Er fährt fort, Aspekte der mittelalterlichen Religion zu analysieren, die in unserer modernen Darstellung des Reinen Landes ausgelassen wurden, und versucht, die religiösen Annahmen von Eshinni und Shinran in ihrer eigenen Zeit zu rekonstruieren. Ein vorherrschendes Thema, das sich durch das gesamte Buch zieht, ist die Notwendigkeit, über die idealisierten Bilder des Buddhismus, die man in der Lehre findet, hinauszuschauen, um die Religion zu entdecken, wie sie gelebt und praktiziert wurde.
Gelehrte und Studenten des Buddhismus, der japanischen Geschichte, der Frauenforschung und der Religionswissenschaft werden in diesem fesselnden Werk viel finden, das zum Nachdenken anregt und aufschlussreich ist.