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Bring the World to the Child: Technologies of Global Citizenship in American Education
Wie Pädagogen lange vor dem Aufkommen von Computern und dem Internet die Technologie nutzten, um Schüler zu medienkompetenten, zukunftsfähigen und weltoffenen Bürgern zu machen.
Heute werben Pädagogen, Technologieführer und politische Entscheidungsträger für die Bedeutung von "globalem", "vernetztem" und "multimodalem" Lernen; die Bemühungen, jungen Menschen beizubringen, engagierte Weltbürger und kompetente Mediennutzer zu werden, gehen oft Hand in Hand. Doch der Einsatz von Technologie, um SchülerInnen in engeren Kontakt mit der Außenwelt zu bringen, begann nicht mit dem ersten Computer in einem Klassenzimmer. In diesem Buch verfolgt Katie Day Good die Wurzeln des "vernetzten Lernens" und der "globalen Klassenzimmer" des digitalen Zeitalters bis in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts zurück, als Pädagogen eine Reihe von Medien und Materialien - darunter Diapositive, Schwarze Bretter, Radios und Filmprojektoren - als "Technologien der globalen Bürgerschaft" einsetzten.
Good beschreibt, wie progressive Reformer im frühen zwanzigsten Jahrhundert für den Einsatz verschiedener Medientechnologien im Klassenzimmer plädierten, um Weltoffenheit und staatsbürgerliches Lernen zu fördern. Um "die Welt zum Kind zu bringen", priesen diese Reformer nicht nur neue mechanische Medien - wie Stereoskope, Fotografie und Lehrfilme - sondern auch bescheidenere Formen von Medien, die von Lehrern und Kindern geschaffen wurden, wie Sammelalben, Friedenswettbewerbe und Brieffreundschaften. Das Ziel war ein "vermittelter Kosmopolitismus", der die Kinder lehrte, den Blick nach außen auf eine sich schnell verändernde Welt zu richten - und nach innen auf ihre eigene nationale Größe. Good vertritt die These, dass das öffentliche Schulsystem zu einem spannungsgeladenen Ort der Rezeption, der Produktion und des Austauschs globaler Medien im amerikanischen Leben wurde, an dem die Kinder lernten, sich mit kulturellen Unterschieden auseinanderzusetzen, während sie gleichzeitig hegemoniale Vorstellungen über Ethnie, Staatsbürgerschaft und die Beziehungen zwischen den USA und der Welt verfestigten.