
British Encounters with Syrian-Mesopotamian Overland Routes to India, 1751-1795: Rethinking Enlightenment Improvement
Wie dieses Buch zeigt, wurden die unterschiedlichen britischen Reaktionen auf die materiellen Bedingungen der arabischen Region und ihrer Bewohner auf einige britische Debatten über die Lebensfähigkeit moderner Handelsgesellschaften und das scheinbar unlösbare Problem der Sicherung eines günstigeren Verhältnisses zwischen materiellem Fortschritt und Tugend, Modernität und Traditionen, Fortschritt und Rückständigkeit übertragen.
In diesen Debatten spiegelten sich einige bedeutende Veränderungen der damaligen Zeit wider: die Angst vor einer französischen Invasion während der Siebenjährigen Kriege, die Enclosure Acts und der Jakobitenaufstand, die Korruption der East India Company, die Krise in den amerikanischen Kolonien und die Französische Revolution sowie die Debatte über die Sklaverei in den 1790er Jahren. Auf dem Weg dorthin warfen die Briten eine Reihe religiöser, politischer und ethischer Fragen auf, die das Großbritannien des 18.
Jahrhunderts beschäftigten: Ist moralische Korruption ein notwendiger Preis, den eine Gesellschaft als Gegenleistung für ein Leben in einem materiell fortgeschrittenen Staat zahlen muss? Müssen die Menschen in der modernen Handelsgesellschaft, in der sie noch nie so frei waren, Traditionen und Religion ehren? Kann man in einer kommerziellen Gesellschaft Tugend und Moral finden? Kann eine fortschrittliche und aufgeklärte Gesellschaft Religion tolerieren? Wie kann es sein, dass eine reiche Gesellschaft auch arme und besitzlose Menschen hat, die in Arbeitshäusern leben? Wie ist es möglich, dass eine Gesellschaft, die die aufklärerischen Werte von Freiheit und Unabhängigkeit achtet, gleichzeitig Sklaverei praktiziert und andere Gesellschaften kolonisiert? Europäische Reisende in der Levante sahen sich oft mit diesen Fragen konfrontiert, vor allem in einer Region, die in der Vergangenheit für ihre Größe und ihren Reichtum bekannt war, in der Gegenwart jedoch öde und voller Ruinen liegt.