
British Forts and Their Communities: Archaeological and Historical Perspectives
Während die militärischen Merkmale historischer Forts in der Regel die meiste Aufmerksamkeit von Forschern erhalten, konzentriert sich dieser Band stattdessen auf die Menschen, die sich an diesen Orten trafen und mit ihnen interagierten. Die Autoren von British Forts and Their Communities blicken über die Verteidigungsarchitektur, die physischen Landschaften und die bewaffneten Konflikte hinaus, um die komplexe soziale Vielfalt zu erforschen, die in den Außenposten des britischen Empire entstand.
Die hier untersuchten Forts waren in der Blütezeit des Empires im 17., 18. und 19. Jahrhundert in Betrieb und schützten britische Kolonialsiedlungen und Handelsenklaven, die über den ganzen Globus verstreut waren. Zu den Standorten in diesem Band gehören New York State, Michigan, der Sankt-Lorenz-Strom und Vancouver, aber auch Orte in der Karibik und in Afrika. Anhand archäologischer und archivarischer Belege zeigen diese Fallstudien, wie Forts Menschen unterschiedlichster Herkunft, Ethnien, Identitäten und sozialer Rollen zusammenbrachten, von europäischen Soldaten über indigene Händler bis hin zu afrikanischen Sklaven.
Diese Festungsbevölkerungen waren Mikrokosmen der entstehenden modernen Welt und zeichneten sich durch wechselnde Netzwerke von Menschen, Waren und Ideen aus. Dieser Band zeigt, wie wichtig es ist, die konventionelle Betonung der bewaffneten Macht des Kolonisators hinter sich zu lassen, um die unübersichtliche, verwickelte Natur des britischen Kolonialismus und die neue Ära, die er einleitete, besser zu verstehen.
Mitwirkende: Zachary J. M. Beier - Flordeliz T. Bugarin - Robert Cromwell - Christopher R. DeCorse - Liza Gijanto - Guido Pezzarossi - Douglas Pippin - Amy Roache-Fedchenko - Gerald F. Schroedl - David R. Starbuck - Douglas C. Wilson.