Bewertung:

Das Buch ist eine Zusammenstellung von Aufsätzen, die sich mit der Komplexität und den Unzulänglichkeiten der britischen Militärführung während Blairs Kriegen befassen und verschiedene Perspektiven auf die Auswirkungen dieser Konflikte aufzeigen. Es regt zu einer nachdenklichen Debatte über militärische Strategie und politische Verantwortung an, muss sich aber auch Kritik gefallen lassen, weil es an unterschiedlichen Standpunkten und einer ansprechenden Darstellung mangelt.
Vorteile:⬤ Bietet eine Reihe von ehrlichen Perspektiven auf die militärische Führung und die Konflikte im Irak und in Afghanistan.
⬤ Stellt wichtige Fragen zur Rolle des Militärs und zu den Entscheidungen der Politiker.
⬤ Ist sowohl für Militärfans als auch für allgemeine Leser zugänglich.
⬤ Bietet interessante Anekdoten und sachliche Informationen, die gängige parteipolitische Ansichten in Frage stellen.
⬤ Manche finden das Buch ermüdend und vermissen tiefe Einblicke in die Psyche der Generäle.
⬤ Kritik an der Einseitigkeit und dem Fehlen von Beiträgen von dienenden Generälen und anderen wichtigen Akteuren.
⬤ Langatmig und sich abschnittsweise wiederholend, was das Buch weniger fesselnd macht.
⬤ Einigen Aufsätzen wird es an Originalität und Struktur mangeln, und sie erklären die militärischen Herausforderungen nicht effektiv.
(basierend auf 14 Leserbewertungen)
British Generals in Blair's Wars
British Generals in Blair's Wars basiert auf einer Reihe von hochkarätigen Seminaren, die in Oxford abgehalten wurden und in denen hochrangige britische Offiziere, vor allem aus der Armee, über ihre Erfahrungen mit Feldzügen berichteten. Die Kapitel umfassen alle größeren Operationen des Vereinigten Königreichs seit dem Ende des Kalten Krieges, konzentrieren sich aber insbesondere auf den Irak und Afghanistan.
Als persönliche Zeugnisse fangen sie die Unmittelbarkeit der Gedanken der Autoren zu jener Zeit ein und zeigen, wie sich die Ideen einer Generation hochrangiger britischer Offiziere in einer Zeit des raschen Wandels vor dem Hintergrund heftiger politischer Kontroversen und eines gewissen Unbehagens in der Bevölkerung entwickelten. Die Streitkräfte kämpften darum, ihre Konzepte und Doktrinen aus dem Kalten Krieg zu revidieren und die besten Wege zu finden, um den Anforderungen gerecht zu werden, die ihre politische Führung in einer vermeintlich "neuen Weltordnung" an sie stellte. Es war eine Zeit, in der die Beziehungen zwischen der damaligen Regierung und den Streitkräften einer genauen Prüfung unterzogen wurden und in der die Zuneigung der britischen Öffentlichkeit zu den Streitkräften mit der Schwierigkeit ihrer operativen Aufgaben zu wachsen schien.
Dies ist ein wirklich einzigartiges und unschätzbares Buch. Zum ersten Mal erhalten wir aus erster Hand Zeugnisse über die britische Beteiligung an den jüngsten Kampagnen von hochrangigen Teilnehmern.
Diese Augenzeugenberichte berühren nicht nur Themen wie die Beziehungen zwischen Zivilisten und Militärs, die operative Ausrichtung des Krieges und die Beziehungen zu den Verbündeten, sondern vermitteln auch ein echtes Gefühl dafür, wie sich der Charakter eines Krieges noch während seiner Austragung verändert. Das Buch ist eine unverzichtbare Lektüre für alle, die an Militärakademien und Stabsschulen tätig sind, nicht nur in Großbritannien, sondern in der gesamten NATO und insbesondere in den USA.
Es hat auch tiefgreifende politische Auswirkungen, da sowohl das Vereinigte Königreich als auch die NATO im Allgemeinen ihre Strategien und den Wert von Interventionsoperationen neu bewerten. Auch für Historiker und Studenten, die sich mit den Kriegen in Irak und Afghanistan befassen, wird es eine wichtige Quelle sein.