
British Music, Musicians and Institutions, C. 1630-1800: Essays in Honour of Harry Diack Johnstone
Die britische Musik in der Zeit vom Tod Henry Purcells bis zur so genannten „Musikalischen Renaissance“ des späten 19. Jahrhunderts galt einst als unfruchtbar.
Diese Ansicht wurde in den letzten Jahren durch eine besser informierte historische Perspektive revidiert, die erkennen konnte, dass alle Arten von britischen Musikinstitutionen weiterhin florierten, und zwar nicht nur in London. Die Veröffentlichung, Aufführung und Einspielung von Musik britischer Komponisten des 17. und 18.
Jahrhunderts, ergänzt durch kritische Quellenstudien und wissenschaftliche Editionen, zeigt Musikformen, die sich parallel zu denen der nahen Nachbarn Großbritanniens entwickelten. Einheimische Musiker mischten sich mit zugewanderten Musikern aus anderen Ländern, und doch gab es Stränge der britischen Musikkultur, die keine kontinentale Entsprechung hatten. Während der Stuart- und der hannoverschen Monarchie blühte die vokale und instrumentale, sakrale und weltliche Musik kontinuierlich auf.
Komponisten wie Eccles, Boyce, Greene, Croft, Arne und Hayes standen nicht gänzlich im Schatten europäischer Importe wie Händel und J. C. Bach.
Der vorliegende Band baut auf diesem sich entwickelnden Bild von der Bedeutung britischer Musik, Musiker und Institutionen in dieser Zeit auf. Führende Musikwissenschaftler untersuchen Themen wie Komposition, Aufführung (Amateur- und Berufsmusiker) und Notendruck im weiteren Kontext sozialer, religiöser und weltlicher Institutionen.