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Brutal Beauty: Aesthetics and Aspiration in Urban India
Brutale Schönheit: Aesthetics and Aspiration in Urban India folgt einer postkolonialen Stadt, die sich nach der Liberalisierung der indischen Wirtschaft in eine pulsierende globale Metropole verwandelt. Ausgehend von der einst idyllischen „Gartenstadt“ Bangalore in Südindien untersucht das Buch, wie Künstler in ganz Indien und darüber hinaus den Neoliberalismus als eine „Struktur des Gefühls“ in den Vordergrund stellen, die Ästhetik, Selbstverständnis und Alltagsleben durchdringt.
Jisha Menon vermittelt das Gefühlsleben der Stadt durch verschiedene ästhetische Projekte, die eine Reihe urbaner Gefühle zum Ausdruck bringen, darunter Sehnsucht, Panik und Veralterung. Während Entwickler und Politiker die Stadt durch turbulente Bauprojekte, Stadtverschönerung, Privatisierung und andere Merkmale von „Weltklassestädten“ umgestalten, verändern sich auch die Stadtbewohner - durch Nostalgie, Narzissmus, Scham und die Räume, in denen sie leben und arbeiten.
Menon skizziert Szenen urbaner Sehnsucht und ihrer dunklen Schattenseiten und beschreibt das kreative und zerstörerische Potenzial von Indiens Aufbruch in den zeitgenössischen Kapitalismus, wobei sie die Verflechtung lokaler und globaler Machtstrukturen ebenso aufdeckt wie die Fähigkeit der Kunst, die Unzufriedenheiten der Liberalisierung aufzunehmen und zu kritisieren. Sie argumentiert, dass der Neoliberalismus nicht nur ein wirtschaftliches, soziales und politisches Phänomen ist; der Neoliberalismus ist auch ein zutiefst ästhetisches Projekt.