Bewertung:

Die Rezensionen heben Buffalo Bill Codys facettenreiche Persönlichkeit als Schausteller und sein Geschick hervor, die neuen Medien, insbesondere den Film, zu nutzen, um seinen Ruhm zu steigern. Das Buch bietet Einblicke in sein Leben, insbesondere in seine Interaktionen mit dem frühen Film, bietet aber keine tiefgreifende Analyse.
Vorteile:Das Buch ist für Fans von Buffalo Bill und Western unterhaltsam und bietet weniger bekannte Fakten über sein Leben und seine Filmkarriere. Es ist eine großartige Quelle für Historiker und alle, die sich für die Schnittstelle zwischen dem Wilden Westen und dem frühen Kino interessieren.
Nachteile:Für Leser, die umfassende analytische Diskussionen oder tiefere Erkundungen der Themen suchen, könnte das Buch enttäuschend sein.
(basierend auf 3 Leserbewertungen)
Buffalo Bill on the Silver Screen: The Films of William F. Cody
Mehr als dreißig Jahre lang unterhielt William F. "Buffalo Bill" Cody das Publikum in den Vereinigten Staaten und Europa mit seiner Wildwest-Show. Über Codys sagenumwobene Karriere als Schausteller sind zahlreiche Bücher geschrieben worden, aber sein Engagement in der Filmindustrie - nach der Auflösung seiner Wandershow - ist weniger bekannt. In Buffalo Bill on the Silver Screen schildert Sandra K. Sagala die faszinierende Geschichte von Codys Einstieg in die Filmproduktion während der frühen Kinozeit.
1894 lud Thomas Edison Cody ein, einige der Wildwest-Darsteller in das Kinetoskop-Studio des Erfinders zu bringen. Von da an stand Cody, wie Sagala zeigt, häufig im Blickpunkt der Kamera und war begierig darauf, an dem neuesten und populärsten Phänomen dieser Zeit teilzunehmen: dem Kinofilm. Im Jahr 1910 produzierte der Promoter Pliny Craft The Life of Buffalo Bill, einen Film, in dem Cody seine eigene Rolle spielte. Nach der Auflösung seiner Wildwest-Show wandte sich Cody voll und ganz dem Filmgeschäft zu, da er in der Technologie eine Möglichkeit sah, seine finanziellen Verluste auszugleichen und die Geschichte Amerikas sowie sein eigenes Vermächtnis für künftige Generationen zu bewahren. Da er als Scout an einigen der Schlachten und Scharmützel zwischen der US-Armee und den Plains-Indianern teilgenommen hatte, wollte Cody einen Film drehen, der diese historischen Ereignisse festhielt. Leider war The Indian Wars (1913) für Cody kein finanzieller Erfolg, und nur drei Minuten des Filmmaterials sind erhalten geblieben.
Lange nach seinem Tod lebt Codys Vermächtnis durch die vielen Filme weiter, in denen seine Figur eine Rolle spielt. Sagala bietet einen nützlichen Anhang, in dem all diese Filme aufgelistet sind, ebenso wie diejenigen, bei denen Cody selbst eine aktive Rolle als Regisseur, Produzent oder Schauspieler spielte. Dieses fesselnde Buch, das am Vorabend des hundertjährigen Jubiläums von The Indian Wars veröffentlicht wurde, bietet den Lesern neue Einblicke in das Leben und die Karriere der legendären Figur und erforscht sein bleibendes Bild im Film.