Bewertung:

Das Buch bietet eine umfassende historische Darstellung der Savings and Loan-Branche, wobei der Schwerpunkt auf dem Leben und dem Einfluss von Howard Ahmanson liegt. Es erörtert die Entwicklung Südkaliforniens und das Gleichgewicht zwischen Wirtschaftsführern und der Regierung bei der Gestaltung der Wohnungspolitik. Während das Buch für seine fesselnde Erzählweise und seine detaillierten Recherchen gelobt wurde, waren einige Leser der Meinung, dass es sich zu sehr auf Kalifornien konzentrierte und es ihm an Tiefe fehlte, wenn es um nationale Trends im Wohnungsbau ging.
Vorteile:⬤ Gut geschrieben und fesselnd mit einer fesselnden Erzählung über Howard Ahmanson
⬤ bietet eine ausgezeichnete historische Perspektive auf die S&L-Industrie und die Auswirkungen der Wohnungspolitik in Südkalifornien
⬤ gelobt für die hochwertige Erzählung und gründliche Recherche
⬤ bietet Einblicke in die Geschäftsstrategie und den historischen Kontext.
⬤ Zu sehr auf Kalifornien und die spezifische Wohnungspolitik für Familien fokussiert
⬤ einige Leser wünschten sich mehr Tiefe bei den landesweiten Trends im Wohnungsbau und breitere Auswirkungen auf amerikanische Städte
⬤ könnte nicht für diejenigen interessant sein, die einen breiteren Blick auf die S&L-Krise werfen wollen.
(basierend auf 11 Leserbewertungen)
Building Home: Howard F. Ahmanson and the Politics of the American Dream
Building Home ist eine innovative Biografie, die drei fesselnde Geschichten miteinander verwebt. Einerseits ist es Unternehmens- und Industriegeschichte, wobei die Entwicklung der Hypothekenfinanzierung als Mittel zum Verständnis größerer Dynamiken in der politischen Wirtschaft des Landes genutzt wird.
Zum anderen ist es eine Stadtgeschichte, denn der außergewöhnliche Erfolg des Spar- und Darlehensgeschäfts in Los Angeles spiegelt einen Großteil der Kultur- und Wirtschaftsgeschichte Südkaliforniens wider. Und schließlich ist es auch eine persönliche Geschichte, die Biografie eines der erfolgreichsten Unternehmer der verwalteten Wirtschaft des Landes - Howard Fieldstad Ahmanson. Eric John Abrahamson verbindet diese drei Stränge geschickt miteinander, indem er Ahmansons Aufstieg vor dem Hintergrund des Immobilienbooms der Nachkriegszeit und des Wachstums von L.
A.
im gleichen Zeitraum beschreibt. Als sonnengebräunter Segler und zigarrenrauchender Financier war der in Omaha geborene Ahmanson sowohl einzigartig als auch repräsentativ für viele Wirtschaftsführer seiner Zeit.
Er verfügte nicht über eine riesige Infrastruktur wie eine Eisenbahn oder ein Elektrizitätswerk. Auch baute er seinen Reichtum nicht dadurch auf, dass er die finanziellen Hebel betätigte, die diese großen unternehmerischen Unternehmungen ermöglichten. Stattdessen machte er ein Vermögen, indem er den amerikanischen Traum der Mittelklasse ermöglichte.
Mit seinem großen Reichtum trug er wesentlich zum Ausbau der Kultureinrichtungen in L.A. bei. Während wir uns bemühen, die derzeitige, durch Hypotheken ausgelöste Finanzkrise zu verstehen, bietet Ahmansons Leben wichtige Einblicke in eine Zeit, in der die weit verbreitete Hoffnung auf Wohneigentum gerade erst Gestalt annahm.