Bewertung:

Das Buch „Bull Run to Boer War“ von Michael Somerville bietet eine umfassende Analyse der Auswirkungen des amerikanischen Bürgerkriegs auf das britische Militärdenken im 19. Jahrhundert und stellt die lange Zeit vertretenen Ansichten von Jay Luvaas und anderen in Frage. Er argumentiert, dass die britische Armee im Gegensatz zu früheren Kritiken tatsächlich aus dem amerikanischen Konflikt gelernt hat. Somerville untermauert seine Argumente mit umfangreichen Recherchen und zeigt, dass die taktischen und technologischen Lehren komplexer und relevanter waren als gemeinhin angenommen.
Vorteile:Gründliche Recherchen, eine gut begründete und fesselnde Darstellung, die bisherige Missverständnisse in Frage stellt, eine umfangreiche und tiefe Quellenbasis, die ein nuanciertes Verständnis der britischen militärischen Anpassungen vermittelt - eine unverzichtbare Lektüre für alle, die sich für die britische Militärgeschichte interessieren.
Nachteile:Die dichte Detailfülle mag Gelegenheitslesern nicht gefallen, die Erzählung kann manchmal langsam sein, und einige Leser sind der Meinung, dass die Struktur durch eine Neuanordnung der Kapitel verbessert werden könnte.
(basierend auf 3 Leserbewertungen)
Bull Run to Boer War: How the American Civil War Changed the British Army
Dem Amerikanischen Bürgerkrieg wird oft nachgesagt, dass er die Art und Weise, wie spätere Kriege wie der Burenkrieg und der Erste Weltkrieg geführt wurden, vorhersagte.
Infolgedessen wurde der britischen Armee vorgeworfen, die Lehren aus diesem Krieg nicht beachtet zu haben, eine Ansicht, die sich bis in die 1930er Jahre zurückverfolgen lässt. Dieses Buch stellt diese lange vorherrschende Ansicht in Frage und zeigt, dass die Reaktionen auf die Lehren des Krieges in der britischen Armee komplexer, besser informiert und von höherer Qualität waren, als dies normalerweise dargestellt wird.