Bewertung:

Derzeit gibt es keine Leserbewertungen. Die Bewertung basiert auf 2 Stimmen.
Federal Law and Southern Order: Racial Violence and Constitutional Conflict in the Post-Brown South
"Federal Law and Southern Order" (Bundesgesetz und Ordnung im Süden), das erstmals 1987 veröffentlicht wurde, untersucht die Gründe für die lange Verzögerung der Reaktion der Bundesregierung auf rassistische Gewalt in den 1950er und 1960er Jahren. Das Buch zeigt auch, dass es die Befürchtung einer militanten Minderheit weißer Rassisten war, die letztlich die duldsamen staatlichen und lokalen Beamten im Süden dazu veranlasste, Schwarze und andere an Bürgerrechtsaktivitäten Beteiligte zu schützen.
Michal R. Belknap geht den Mustern rassistisch motivierter Gewaltverbrechen nach und untersucht, warum Richter, Präsidenten, Kongressmitglieder und sogar Beamte des Justizministeriums und des Federal Bureau of Investigation (FBI) das Beharren des Südens darauf akzeptierten, dass der Föderalismus jede nationale Einmischung in die Strafverfolgung im Süden ausschließt. Eingelullt von der beruhigenden Rationalisierung des Föderalismus, blieb Washington zu lange ein Zuschauer, während der Ku-Klux-Klan und andere mit Gewalt die Bürgerrechtsbewegung sabotierten, wie Belknap zeigt.
Im Vorwort zu dieser Taschenbuchausgabe untersucht Belknap, wie andere Wissenschaftler in Werken, die nach "Federal Law and Southern Order" veröffentlicht wurden, Fragen im Zusammenhang mit den Bemühungen der Bundesbehörden zur Eindämmung rassistischer Gewalt behandelt haben. Er untersucht auch, wie die Rechtssysteme der Südstaaten seit den 1960er Jahren mit rassistisch motivierter Gewalt umgegangen sind, und erörtert die Bedeutung der Kongressgesetze, die in den 1960er Jahren zur Unterdrückung von rassistisch motivierten Morden, Schlägen und Einschüchterungen erlassen wurden, für den heutigen Süden.