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Bureaucracy in a Democratic State: A Governance Perspective
Kenneth J.
Meier und Laurence J. O'Toole Jr.
legen hier eine zeitgemäße Analyse der funktionierenden Demokratie vor und argumentieren, dass Bürokratie - die oft als Gegenpol zu grundlegenden demokratischen Prinzipien angesehen wird - die Demokratie tatsächlich fördern kann. Die Autoren stützen sich sowohl auf die empirischen Arbeiten von Politikwissenschaftlern als auch auf die qualitativen Arbeiten von Wissenschaftlern der öffentlichen Verwaltung und verwenden einen „Governance-Ansatz“, der sowohl breite, institutionell komplexe Regierungssysteme als auch die kleinen Details der Bürokratieverwaltung berücksichtigt. Sie untersuchen die Ergebnisse bürokratischer und politischer Interaktionen in spezifischen Regierungsumgebungen auf lokaler und nationaler Ebene, um festzustellen, ob bürokratische Systeme die Verbindungen zwischen öffentlichen Präferenzen und tatsächlichen politischen Maßnahmen stärken oder schwächen.
Sie stellen fest, dass Bürokratien Teil komplexer zwischenstaatlicher und interorganisatorischer Netzwerke sind, die die institutionelle Kontrolle einer einzelnen Bürokratie über die Umsetzung der öffentlichen Politik einschränken. Darüber hinaus kommen sie zu dem Schluss, dass die politische Kontrolle der Bürokratie von oben nach unten nur einen bescheidenen Einfluss auf die Aktivitäten der Bürokratie in den USA hat und dass gemeinsame Werte und die Verpflichtung auf demokratische Normen zusammen mit der politischen Kontrolle eine Bürokratie hervorbringen, die auf die amerikanische Bevölkerung eingeht.