Bewertung:

Das Buch bietet einen aufschlussreichen Überblick über das Leben und die Werke Caravaggios, mit qualitativ hochwertigen Bildern und verständlichen Texten, so dass es für Kunstliebhaber und Laien gleichermaßen geeignet ist. Es enthält jedoch nicht alle seine Gemälde und weist einige organisatorische Probleme bei der Anordnung von Text und Bildern auf.
Vorteile:Wunderschöne Bilder, gut geschriebener Überblick, der auch für Nicht-Fachleute geeignet ist, hochwertige Produktion von Taschen, interessante Einblicke in Caravaggios Leben und Kunst, ein tolles Geschenk für Kunstliebhaber.
Nachteile:Keine vollständige Sammlung von Caravaggios Werken, Text und Bilder können schlecht organisiert sein, einige Leser wünschen sich größere Versionen oder mehr seiner Gemälde.
(basierend auf 33 Leserbewertungen)
Michelangelo Merisi da Caravaggio (1571-1610) war immer ein Name, mit dem man rechnen musste. Der berühmt-berüchtigte Bösewicht des italienischen Barocks war gleichzeitig berühmt und umstritten, gewalttätig im Temperament, präzise in der Technik, ein kreativer Meister und ein Mann auf der Flucht.
Obwohl er für seinen dramatischen Einsatz von Farbe, Licht und Schatten berühmt war, war es vor allem Caravaggios grenzüberschreitender Naturalismus, der seinen Namen in die Annalen der Kunstgeschichte einbrannte. Von den schmutzigen Fußsohlen bis hin zum sexualisierten Schmachten des nackten Fleisches ließ der Künstler selbst sakrale und biblische Szenen mit einer verblüffenden, oft viszeralen Menschlichkeit entstehen.
Diese lebendige Bildwelt wurde von einer ebenso intensiven persönlichen Biografie begleitet, die von Glücksspiel, Schulden, Schlägereien im Suff und sogar einer Mordanklage geprägt war. Dieses Buch versammelt mehr als 50 der berühmtesten und revolutionärsten Werke Caravaggios, um zu erkunden, wie und warum dieser Künstler heute als der wichtigste Maler des Frühbarocks und als einer der prägenden Einflüsse der Kunstgeschichte gilt, ohne den Ribera, Vermeer, Rembrandt, Delacroix, Courbet und Manet niemals so hätten malen können, wie sie es taten.