Bewertung:

Cathonomics untersucht die Integration der katholischen Soziallehre mit wirtschaftlichen Grundsätzen und plädiert für eine gerechte, am Gemeinwohl orientierte Wirtschaft. Während das Buch für seine moralische Perspektive und seine umfassenden Vorschläge gelobt wurde, ist es wegen seiner vermeintlich politischen Ausrichtung und seines Schreibstils in die Kritik geraten.
Vorteile:Das Buch liefert eine moralische Perspektive für eine gerechte Wirtschaft, bietet 15 konkrete Vorschläge zur Verringerung der Ungleichheit, enthält überzeugende praktische Schlüssellösungen, gut strukturierte Zusammenfassungen in jedem Kapitel und wird als eine notwendige Auseinandersetzung mit der katholischen Soziallehre angesehen.
Nachteile:Kritiker sehen das Buch als politisch links orientiert und nicht repräsentativ für die traditionellen katholischen und wirtschaftlichen Lehren, beschreiben den Schreibstil als schwierig und bezeichnen den Inhalt als zu negativ oder dogmatisch, wobei einige es als „linken Müll“ bezeichnen.
(basierend auf 10 Leserbewertungen)
Cathonomics: How Catholic Tradition Can Create a More Just Economy
Die Ungleichheit nimmt explosionsartig zu. In dieser Welt des unermesslichen Reichtums leben Millionen von Menschen in extremer Armut und können kaum von Tag zu Tag überleben. Überall auf der Welt führt die zunehmende politische Macht der Reichen dazu, dass die Politik nicht mehr dem öffentlichen Interesse, sondern den finanziellen Interessen der Reichen dient. Gleichzeitig sind viele Länder mit finanzieller Anfälligkeit und vermindertem Wohlstand konfrontiert. Zu allem Überfluss hat sich die von fossilen Brennstoffen angetriebene Weltwirtschaft als kollektiver Akt der Selbstsabotage erwiesen, bei dem die Armen die Hauptleidtragenden sind. In einem neuen Vorwort zu seinem Buch untersucht Anthony M. Annett die Wirtschaftspolitik der Regierung Biden und erörtert die Reaktionen auf Cathonomics.
Eine wachsende Zahl von Wirtschaftswissenschaftlern und Politikern fordert ein neues Paradigma für eine globale Wirtschaft, die das Gemeinwohl anstrebt. In Cathonomics verbindet Annett Erkenntnisse aus der Wirtschaftswissenschaft mit denen aus Theologie, Philosophie, Klimawissenschaft und Psychologie. Er entlarvt das Versagen des Neoliberalismus und bietet uns gleichzeitig ein neues Modell, das in der Weisheit der katholischen Soziallehre und der klassischen ethischen Traditionen verwurzelt ist. Auf der Grundlage der Werke von Papst Leo XIII., Papst Franziskus, Thomas von Aquin und Aristoteles wendet Annett diese Lehren an, um aktuelle wirtschaftliche Herausforderungen wie Ungleichheit, Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung, Klimawandel und die Rolle von Wirtschaft und Finanzen zu diskutieren.
Cathonomics ist ein ethischer und praktischer Leitfaden für Leser aller Glaubensrichtungen und Hintergründe, die eine Weltwirtschaft schaffen wollen, die für alle wohlhabender, inklusiver und nachhaltiger ist.