Bewertung:

Das Buch schildert die wahre und inspirierende Geschichte von Charlotte Atlee White Rowe, der ersten weiblichen Missionarin der amerikanischen Baptisten. Es beschreibt detailliert ihren geistlichen Weg, ihre Kämpfe und Triumphe im 19. Jahrhundert und beleuchtet den breiteren Kontext der Rolle der Frau im Dienst.
Vorteile:⬤ Inspirierende wahre Geschichte einer mutigen Frau
⬤ gut recherchierter und gründlicher historischer Bericht
⬤ beleuchtet Fragen der Geschlechterungleichheit
⬤ fesselnde Erzählung, die die Biografie lebendig und spannend macht
⬤ dient als wertvolle Quelle für die Geschichte der Frauenmission.
Einige Leser könnten den historischen Kontext als dicht empfinden; es könnte der Eindruck entstehen, dass die Autorin aufgrund ihrer Verbindung zu diesem Thema voreingenommen ist.
(basierend auf 4 Leserbewertungen)
Charlotte Atlee White Rowe: The Story of America's First Appointed Woman Missionary
Charlotte Atlee White war die erste Frau, die offiziell von einer Konfession oder einer Missionsgesellschaft als Missionarin eingesetzt wurde. Der Skandal um ihre Ernennung im Jahr 1815 erforderte, dass sie sich gegen geschlechtsspezifische Vorurteile durchsetzte, Versuche, ihre Ernennung zu widerrufen, überlebte und die Herausforderung unzureichender finanzieller Mittel meisterte.
Nach ihrer Heirat mit Joshua Rowe, einem verwitweten Missionar in Kalkutta im Jahr 1816, blieb sie in Indien, um bei den britischen Baptisten zu arbeiten. Dort überwand sie die lokalen Vorurteile gegen die Ausbildung von Mädchen, indem sie Schulen gründete, in Hindi unterrichtete und ein Buch über die Rechtschreibung und Grammatik des Hindi als Lehrmittel schrieb. Sie sah sich mit einem neuen Skandal konfrontiert, als ihre vertrauliche Korrespondenz in Amerika für antimissionarische Propaganda umfunktioniert wurde.
Ihre sich entwickelnde Missiologie kritisierte die Rolle des Geldes in der Mission und das System des Spracherwerbs für neue Missionare. Nach dem Tod ihres Mannes im Jahr 1823 setzte sie ihre Arbeit allein fort und passte ihren Ansatz an die lokale Kultur an.
Schließlich war sie gezwungen, sich in London um finanzielle Unterstützung zu bemühen, und musste feststellen, dass die offizielle Ernennung durch die britischen Baptisten in England einen ebenso großen Skandal auslösen würde wie zuvor in Amerika. Ihre zehnjährige Arbeit in Indien war nun zu Ende. Charlotte White Rowes konsequente Auslassung in den frühen Missionsberichten führte zu ihrer späteren Abwesenheit in der Missionsgeschichte und in den Gender Studies.
Auf der Grundlage von Quellen in England, Indien und Amerika korrigiert ihre wiedergewonnene Geschichte zahlreiche Ungenauigkeiten, die in den wenigen früheren Berichten über sie enthalten sind. Sie war ein Schlüsselelement in dem jahrhundertelangen Prozess, durch den alleinstehende und verheiratete Frauen schließlich gleichberechtigt mit Männern zu Missionaren ernannt wurden.