
Charlotte Perkins Gilman's Herland" and the Feminist Utopian Reversal of Gender Hierarchies"
Bachelorarbeit aus dem Jahr 2019 im Fachbereich Anglistik - Literaturwissenschaft, Note: 1,8, Universität Bonn, Sprache: Deutsch, Abstract: Die vorliegende Arbeit untersucht, wie Gilman ihre imaginierte Utopie mit der Realität kontrastiert: Englisch, Abstract: Die vorliegende Arbeit untersucht, wie Gilman ihre imaginierte Utopie mit der Realität kontrastiert und dadurch eine Umkehrung der Geschlechterhierarchien schafft. Dabei wird vor allem auf die Themen Bildung, Arbeitsteilung und Mutterschaft eingegangen, die nacheinander auf ihre utopische Darstellung in Gilmans "Herland" sowie auf die theoretische Arbeit der Autorin zu den jeweiligen Themen untersucht werden.
Die reformistische Denkweise, die auf die rasche Industrialisierung und Urbanisierung der US-Wirtschaft an der Wende zum 20. Jahrhundert folgte, führte zu einem Wiederaufleben der utopischen Literatur (Bartkowski 7). Nach dem Erfolg von Edward Bellamys Looking Backward 2000-1887 (1888) gewannen utopische Romane als Medium zur Erörterung von Fragen, die sich aus den radikalen Veränderungen der damaligen Zeit ergaben, an Bedeutung und Popularität.
Sie spiegelten nicht nur die weit verbreitete Unzufriedenheit des Landes mit den mangelhaften politischen, wirtschaftlichen und sozialen Verhältnissen wider, sondern boten den Schriftstellern auch eine Plattform, um alternative Strukturen jenseits der Grenzen der Realität zu erkunden. Für feministische Schriftstellerinnen bot die Utopie die Möglichkeit, sich von patriarchalischen Strukturen zu emanzipieren und die vorherrschenden Geschlechterhierarchien in Frage zu stellen.
Charlotte Perkins Gilman zählt zu den einflussreichsten Stimmen der feministischen Reformbewegung des Fin de Sicle und ist vor allem für ihren utopischen Roman "Herland" (1915) bekannt. Darin thematisiert sie das Problem der Ungleichheit zwischen den Geschlechtern anhand einer isolierten und blühenden reinen Frauengesellschaft und stellt die Möglichkeiten dar, die sich für Frauen ohne die Beschränkungen des Patriarchats ergeben würden.