
Christine Turnauer: I Saw More Than I Can Tell
Aus den Archiven: Christine Turnauers Porträts von indigenen nordamerikanischen Powwows aus der Mitte der 80er Jahre
1986 reiste die österreichische Fotografin Christine Turnauer (geb. 1946) mit einem mobilen Studiozelt im Schlepptau Tausende von Kilometern von Nord-Alberta nach Süd-Montana, um die traditionellen Tanzwettbewerbe der nordamerikanischen Ureinwohner, die so genannten Pow Wows, zu dokumentieren. Ein Powwow ist eine Gelegenheit, sich zu treffen und zu tanzen, zu singen, Kontakte zu knüpfen und die Kultur zu feiern; Powwows können von einer eintägigen Veranstaltung bis hin zu Großveranstaltungen von einer Woche Dauer reichen.
Turnauer porträtierte die Tanzwettbewerbe, ihre Teilnehmer und die damit verbundenen Ereignisse in strengem Schwarz-Weiß, wobei sie die Zusammenarbeit bei der Erstellung ihrer Porträts förderte und die Bilder nicht selbst inszenierte.
Turnauer ist Autorin der früheren Monografien Presence (2014) und Dignity of the Gypsies (2018).