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Christ the Light: The Theology of Light and Illumination in Thomas Aquinas
Das Licht ist eine der ältesten und wichtigsten Metaphern, die das Christentum verwendet, um die Bedeutung von Jesus Christus zu verstehen. Die Osterliturgie zum Beispiel ist geprägt von schönen und kraftvollen Ritualen, in denen Christus in seinem Tod und seiner Auferstehung als das Licht der Welt verkündet wird.
Dieses Verständnis entwickelte sich im Laufe der folgenden Jahrhunderte zu einer umfassenderen Lehre von der Erleuchtung, die besagt, dass Christen Gott durch Christus, das Licht, verstehen und erkennen. In diesem Werk greift David Whidden dieses Thema auf und bestreitet ein gängiges Interpretationsparadigma, das behauptet, dass Aquin die Erleuchtungslehre in seiner Theologie eliminiert hat. In Christus das Licht argumentiert Whidden, dass die Erleuchtung ein entscheidendes systematisches Motiv in der aquinischen Theologie ist, ein Motiv, das die Natur der Wahrheit, des Wissens und Gottes betrifft; an der Wurzel ist die aquinische Theologie des Lichts oder der Erleuchtung christologisch und begründet die menschliche Erkenntnis Gottes und die eschatologische Seligkeit.
Dieser Band stellt das theologische Netzwerk her, das durch das entscheidende Motiv des Lichts/der Erleuchtung bei Aquin gebildet wird, von der Funktionsweise der Theologie bis hin zu den systematischen, sakramentalen und moralischen Koordinaten der aquinischen Theologie. Christus das Licht“ bietet somit eine dringend benötigte und erhellende Aufarbeitung eines der bedeutendsten und kreativsten Theologen der westlichen christlichen Tradition.