Bewertung:

Das Buch bietet eine zutiefst persönliche und menschliche Perspektive auf den Zweiten Weltkrieg anhand der Tagebücher von Oberst Barne. Es fängt sowohl die Kameradschaft als auch die Herausforderungen des Militärlebens ein und bietet Einblicke in die Erfahrungen und Überlegungen des Autors zum Krieg.
Vorteile:⬤ Fesselnde und menschliche Darstellung von Kriegserlebnissen
⬤ gut geschrieben mit Humor
⬤ faszinierende Einblicke in das Militärleben und die Geschichte
⬤ weckt lebhafte Erinnerungen und Assoziationen
⬤ nachdenkliche und zum Nachdenken anregende Erzählung.
Für diejenigen, die eine traditionelle Kriegsgeschichte suchen, ist es vielleicht nicht so actionreich; einige Leser waren der Meinung, dass die Rolle des Tagebuchschreibers heruntergespielt wird.
(basierend auf 10 Leserbewertungen)
Churchill's Colonel: The War Diaries of Lieutenant Colonel Anthony Barne
Anthony Barne begann sein Tagebuch im August 1939 als junger, frisch verheirateter Hauptmann der Royal Dragoons, der in Palästina stationiert war. Er schrieb einen Eintrag für jeden Tag des Krieges, oft unter großen Schwierigkeiten, manchmal, wenn er hundemüde war oder unter Beschuss stand, und manchmal, wenn die Dinge schwarz und verzweifelt aussahen, aber häufiger im Sonnenschein und Optimismus, "umgeben von guten Kameraden, die einen bei Laune hielten und einem durch die traurigen und schwierigen Zeiten halfen". Sein Tagebuch endet im Juli 1945. Zu diesem Zeitpunkt war er Kommandeur der 4. Husaren und hatte kurz zuvor Downing Street besucht, um mit den Churchills allein zu Mittag zu essen.
Die Tagebücher haben einen enormen Umfang und decken die Zeit in Palästina und Ägypten ab, bevor er sich der Achten Armee anschließt und den Rückzug nach El Alamein, die Schlacht und ihre Folgen beschreibt. Er beendet den Feldzug als Kommandeur seines Regiments. Oft schildert er anschaulich die physischen Realitäten des Krieges: die entsetzlichen Bedingungen in der Wüste, die Bombardierungen des Regiments aus der Luft, die Todesfälle und schweren Verletzungen von Kameraden. 1943 fliegt er nach Rhodesien, um seine Frau und seinen kleinen Sohn zu sehen, bevor er nach Kairo zurückkehrt, um sich Churchills Regiment, den 4. Als er 1944 in Italien ankommt, berichtet er vom Vormarsch der Alliierten nach Norden.
Der Ton der Tagebücher ist sehr unterschiedlich: oft witzig, manchmal empörend, aber auch ergreifend und philosophisch. Die Stimme und die Einstellungen sind unterhaltsam veraltet, werden aber mit Wärme, einer charmanten Wortwahl und einem scharfen Blick für das Absurde vorgetragen.