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Claude McKay: The Making of a Black Bolshevik
Claude McKay (1889-1948), einer der bedeutendsten schwarzen Schriftsteller und Intellektuellen seiner Zeit, war eine zentrale Figur der karibischen Literatur, der Harlem Renaissance und der radikalen schwarzen Tradition. McKays Leben und Schreiben waren geprägt von seinem Klassenbewusstsein und seinem Antikolonialismus, der sich aus seinen Erfahrungen beim Aufwachsen im kolonialen Jamaika sowie aus seiner frühen Karriere als Schriftsteller in Harlem und später in London ergab. Er widmete sich dem Kampf gegen Rassismus und kapitalistische Ausbeutung, war ein kritischer Beobachter der Situation der Schwarzen in der afrikanischen Diaspora und wurde ein überzeugter Bolschewik.
Winston James bietet eine aufschlussreiche Darstellung von McKays politischem und intellektuellem Werdegang von seinem Aufwachsen in Jamaika über die frühen Jahre seiner literarischen Karriere und seines radikalen Aktivismus. Im Jahr 1912 verließ McKay Jamaika, um in den Vereinigten Staaten zu studieren, und kehrte nie mehr zurück. James verfolgt McKays Zeit am Tuskegee Institute und an der Kansas State University, wo er die Härte des amerikanischen Rassismus kennenlernt, sowie seinen Umzug nach Harlem, wo er mit dem Aufschwung der kulturellen und politischen Bewegungen der Schwarzen und Persönlichkeiten wie Hubert Harrison und Marcus Garvey in Berührung kommt. McKay verließ New York und ging nach London, wo sich sein Engagement für den revolutionären Sozialismus vertiefte und in seiner Wandlung vom Fabian-Sozialisten zum Bolschewisten gipfelte.
James stützt sich auf eine Vielzahl von Quellen und bietet eine reichhaltige und detaillierte Chronik von McKays Leben, seiner politischen Entwicklung und den historischen, politischen und intellektuellen Kontexten, die ihn geprägt haben.