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Clementi and the Woman at the Piano: Virtuosity and the Market for Music in Eighteenth-Century London
Der historische Ausgangspunkt dieses Buches ist das radikale Erscheinen von technisch schwieriger Musik für Tasteninstrumente in einer Reihe von sechs Sonaten (Op. 2) von Muzio Clementi im Jahr 1779.
Die in diesem Werk enthaltenen schwierigen Passagen sind einzigartig in der Musik für Tasteninstrumente, die für einen Markt veröffentlicht wurde, der zu jener Zeit fast ausschließlich aus weiblichen Amateur-Keyboardern bestand. Die Musik von Clementi bietet Pianistinnen, die zuvor aufgrund der restriktiven Ideologie aktiv davon abgehalten wurden, zu üben oder ihre Fähigkeiten zu verbessern, zunehmend eine neue Art des musikalischen Ausdrucks. Clementi und die Frau am Klavier: Virtuosität und der Musikmarkt im London des 18.
Jahrhunderts zeigt die sozialen, musikalischen und geschlechtsspezifischen Implikationen technisch schwieriger Musik auf und trägt dazu bei, wichtige Veränderungen in der Kultur der Aufklärung und der Klavierpraxis zu verdeutlichen. Clementis Aktivitäten führten zu den heute bekannten und modernen Konzepten der repetitiven musikalischen Praxis, des Werkbegriffs, der Virtuosität selbst und der
Trennung zwischen Amateur und Profi. Darüber hinaus propagiert Clementi eine radikal neue Ausdrucksweise für Pianistinnen, die zunächst höchst umstritten ist, sich aber aufgrund der weit verbreiteten Verbreitung seiner Musik, Instrumente und Methoden langsam durchsetzt.
Clementis Karriere ist in vielerlei Hinsicht eine perfekte Fallstudie für die Spannungen zwischen aufklärerischem Denken und neuen romantischen Ideologien.