
Wie fast alle Rezensenten betonten, war Clotel eine publikumswirksame Aufführung, ein Versuch, aus der nach Onkel Toms Hütte einsetzenden „Manie“ für abolitionistische Romane in Großbritannien, wo William Wells Brown zwischen 1849 und 1854 lebte, Kapital zu schlagen.
Der Roman erzählt die Geschichte von Clotel und Althesa, den fiktiven Töchtern von Thomas Jefferson und seiner gemischtrassigen Sklavin. Wie die populären und unterhaltsamen öffentlichen Vorträge, die Brown in England und Amerika hielt, besteht auch Clotel aus einer Reihe verblüffender, die Aufmerksamkeit erregender erzählerischer „Attraktionen“.
„Brown schafft in diesem Roman ein Vermittlungssystem für diese Attraktionen, um so viele Leser wie möglich für Anti-Sklaverei und antirassistische Anliegen zu gewinnen. Rau, mit Karikaturen gespickt und mit dem Rassismus, den es ironisiert, vertraut, ist Clotel dennoch in der Lage, eine starke Mischung aus Unbehagen und Freude zu erzeugen. Die vorliegende Ausgabe soll es ermöglichen, Clotel in seinem ursprünglichen kulturellen Kontext zu lesen.
In der Einleitung von Geoffrey Sanborn werden Browns umfangreiche Plagiate anderer Autoren beim Verfassen von Clotel sowie seine Erzählstrategien innerhalb des Romans selbst erörtert. Die Anhänge enthalten Material zu Sklavenauktionen, zeitgenössischen Attraktionen und Vergnügungen sowie zum Thema Plagiat im weiteren Sinne.