Bewertung:

Die Rezensionen zu „Leben und Widerstand im besetzten Frankreich“ heben die persönlichen Memoiren einer Frau hervor, die über ihre Erfahrungen während des Zweiten Weltkriegs im besetzten Frankreich reflektiert. Die Erzählung gibt Einblicke in die französische Résistance und zeigt den Mut einfacher Menschen in einer turbulenten Zeit der Geschichte. Während viele Leser die Geschichte als fesselnd und inspirierend empfanden, waren einige der Meinung, dass es ihr an Spannung fehlte und sie eine typisch französische Perspektive einnahm, die vielleicht nicht bei allen Lesern Anklang fand.
Vorteile:Die Leser lobten das Buch für seine fesselnde Erzählweise, die emotionale Tiefe und die tiefen Einblicke in die französische Résistance während des Zweiten Weltkriegs. Sie schätzten die Klarheit des Autors, die eindrucksvolle Erzählung und das Gefühl der Hoffnung, das durch persönliche Geschichten von Tapferkeit und Menschlichkeit vermittelt wird.
Nachteile:Einige Rezensenten fanden das Buch langweilig und waren der Meinung, dass es an einem dramatischen Erzählstil mangelt, und kritisierten die Herangehensweise des Autors als zu zurückhaltend oder lässig. Außerdem äußerten einige ihre Unzufriedenheit über die offensichtliche Voreingenommenheit des Autors gegenüber nicht-französischen Perspektiven.
(basierend auf 7 Leserbewertungen)
Code Name Christiane Clouet
1943 wurde Claire Chevrillon (Codename Christiane Clouet) Leiterin des Kodierdienstes in Paris für die Delegation von General de Gaulle und war das wichtigste Bindeglied in den Kommunikationslinien zwischen der Freien Französischen Regierung in London und der Delegation (Provisorische Regierung) in Frankreich. Chevrillon und ihr Team kodierten viele der Telegramme in Is Paris Burning? Über diesen unrühmlichen, aber lebenswichtigen Aspekt der französischen Résistance ist bisher nur wenig veröffentlicht worden.
Chevrillons Memoiren geben einen detaillierten Einblick in das tägliche Leben der französischen Elite während der deutschen Besatzung. Ihr Vater, ein Gelehrter und Literaturkritiker, der von seinem berühmten Onkel, dem Philosophen und Historiker Hippolyte Taine, erzogen worden war, brachte sie in Kontakt mit den oberen Kreisen der französischen Kultur. Ihre Mutter, die aus einer großen, assimilierten jüdischen Familie stammte, machte sie aus erster Hand mit der Verfolgung der französischen Juden bekannt. Ihre Geschichte schildert anschaulich die Erfahrungen der Kriegszeit im Privatleben und in der Öffentlichkeit, einschließlich der mühsamen Arbeit in den Hinterzimmern der Résistance und der vier Monate, die sie in dem gefürchteten Pariser Gefängnis Fresnes verbrachte.
Die Art und Weise, wie Chevrillon ihre Geschichte erzählt, ist fast so bemerkenswert wie die Geschichte selbst. Gleichmütig und ohne Beschönigung erlebt sie die Tage der Besatzung, die Verhaftung und Deportation ihrer prominenten jüdischen Verwandten, ihre eigene Rolle im Untergrundnetzwerk und die schließliche Befreiung Frankreichs. Der unkomplizierte, ja sogar lebhafte Stil, in dem Chevrillon schreibt, zusammen mit dem Umfang ihrer Erfahrungen und ihren weitreichenden Kontakten in der französischen Gesellschaft, bieten eine Perspektive, die man in Geschichten über den Untergrund des Zweiten Weltkriegs nicht oft findet.
Am wichtigsten ist vielleicht, dass Chevrillon zeigt, dass Heldentum auch stille, verborgene Formen annehmen kann.