Bewertung:

Zoe Quinns „Crash Override“ ist eine gelungene Mischung aus persönlichen Memoiren und einem Leitfaden für den Umgang mit Online-Belästigung, der die Auswirkungen der Gamergate-Kontroverse beleuchtet. Es bietet Einblicke in die Natur des Online-Missbrauchs, liefert Strategien zum Schutz und betont die Notwendigkeit von Empathie selbst gegenüber den Tätern. Die von Humor und Schärfe geprägte Erzählung ist sowohl herzzerreißend als auch aufschlussreich und damit ein Muss für jeden, der sich in Online-Communities engagiert.
Vorteile:Das Buch ist gut geschrieben und fesselnd, mit einer starken Stimme von Zoe Quinn. Es verbindet persönliche Geschichten mit breiteren Diskussionen über Online-Belästigung und bietet wertvolle Einblicke und praktische Ratschläge. Die Leserinnen und Leser schätzten den Humor, der sich mit ernsten Inhalten mischt, und die Betonung auf der Stärkung der Stimmen von Randgruppen. Die Lehren, die sie aus ihren Erfahrungen zieht, sind für ein breites Publikum anwendbar und machen das Buch zu einer wichtigen Quelle für das Verständnis von Internetkultur und Missbrauch.
Nachteile:Einige Leserinnen und Leser empfanden die Struktur des Buches als unzusammenhängend oder manchmal schwer nachvollziehbar. Bestimmte Abschnitte, die sich mit Online-Belästigung befassen, fielen flach oder schienen zu weit gefasst. Darüber hinaus merkten einige Kritiker an, dass es Quinns Darstellung bestimmter Personen und Situationen an Nuancen mangelte, und es gab Bedenken, dass das Buch nicht genügend detaillierte Anleitungen für den Umgang mit bestimmten Missbrauchsfällen bieten könnte.
(basierend auf 233 Leserbewertungen)
Crash Override: How Gamergate (Nearly) Destroyed My Life, and How We Can Win the Fight Against Online Hate
Sie haben die Geschichten über die dunkle Seite des Internets gehört - Hacker, #gamergate, anonyme Mobs, die ein unglückliches Opfer angreifen, und Rachepornos - aber sie bleiben genau das: Geschichten. Dir würde so etwas sicher nie passieren.
Zoe Quinn ging es früher genauso. Sie ist eine Videospielentwicklerin, deren Ex-Freund einen verrückten Blogbeitrag veröffentlichte, der aus privaten Informationen, Halbwahrheiten und frei erfundenen Behauptungen zusammengeschustert war, zusammen mit einem Aufruf an die Online-Horden, sie zu verfolgen. Sie antworteten in Form einer sogenannten Bewegung, die als #gamergate bekannt wurde - sie hackten ihre Konten, stahlen Nacktfotos von ihr, belästigten ihre Familie, Freunde und Kollegen und drohten, sie zu vergewaltigen und zu ermorden. Doch anstatt sich in Schweigen zu hüllen, wie es der Online-Mob von ihr verlangte, erhob sie ihre Stimme und sprach sich gegen diese bösartige Online-Kultur und dafür aus, das Internet zu einem sichereren Ort für alle zu machen.
In den Jahren seit #gamergate hat Quinn Tausenden von Menschen mit ihrer Lobbyarbeit und der Online-Missbrauchskrisenhilfe Crash Override Network geholfen. Von der Sperrung persönlicher Konten von Opfern bis hin zur Zusammenarbeit mit Technologieunternehmen und Gesetzgebern, um die Politik zu informieren, kennt sie alle Aspekte des Online-Missbrauchs aus erster Hand und weiß, was mächtige Institutionen dagegen tun (und nicht tun) und wie wir unsere digitalen Räume und uns selbst schützen können.
Crash Override bietet einen genauen Einblick in die Kontroversen, Drohungen und sozialen und kulturellen Kämpfe, die in den entlegensten Winkeln des Internets begannen und seitdem unser Online-Leben durchdringen. Durch ihre Geschichte - als Zielperson und als Aktivistin - bietet Quinn einen menschlichen Blick auf die Art und Weise, wie das Internet unser Leben und unsere Kultur beeinflusst, zusammen mit praktischen Ratschlägen, wie man sich und andere online schützen kann.