Bewertung:

Das Buch untersucht die sozioökonomischen Auswirkungen und Reaktionen auf Krisen in New Orleans nach dem Hurrikan Katrina und in New York City nach dem 11. September, wobei sowohl positive als auch negative Ergebnisse im Zusammenhang mit Geschäftspraktiken und politischer Dynamik hervorgehoben werden.
Vorteile:Die gut geschriebene und aufschlussreiche Studie bietet eine gründliche Untersuchung der Reaktionen zweier Städte auf Krisen. Es zeigt wichtige soziologische und wirtschaftliche Gemeinsamkeiten und Unterschiede sowie die zugrunde liegenden politischen Realitäten auf. Auch der physische Zustand des Buches wird gelobt.
Nachteile:Einige Leser könnten die Thematik als schwer oder beunruhigend empfinden, da der Schwerpunkt auf Ausbeutung und Leid nach Katastrophen liegt.
(basierend auf 3 Leserbewertungen)
Crisis Cities: Disaster and Redevelopment in New York and New Orleans
Crisis Cities verbindet kritische theoretische Erkenntnisse mit einer historisch fundierten vergleichenden Studie, um die Sanierungsbemühungen nach den Katastrophen vom 11. September 2001 und dem Hurrikan Katrina zu untersuchen.
Auf der Grundlage jahrelanger Forschungen in den beiden Städten stellen Gotham und Greenberg fest, dass New York und New Orleans zu paradigmatischen Krisenstädten geworden sind, die einen marktwirtschaftlichen Ansatz für den Wiederaufbau nach Katastrophen repräsentieren, der in krisengeschüttelten Städten auf der ganzen Welt zunehmend dominiert. Diese Art der Urbanisierung legt den Schwerpunkt auf die Privatisierung der Katastrophenhilfe, die Übertragung der Verantwortung für den Wiederaufbau auf den lokalen Staat, die Nutzung von Steueranreizen und Bundeszuschüssen, um die marktorientierte Sanierung voranzutreiben, und utopische Markenkampagnen, um die sanierte Stadt für Unternehmen und den Tourismus zu vermarkten. Gleichzeitig werden die Standards für „niedrige Einkommen“ und „öffentliches Wohlergehen“ abgeschafft, die einst die Grundlage für die Notfallbestimmungen bildeten.
Indem sie sich auf die Vor- und Nachgeschichte von Katastrophen konzentrieren, zeigen Gotham und Greenberg, wie dieser Ansatz die ungleichen Risiko- und Resilienzlandschaften verschärft, die dazu beigetragen haben, die Krise überhaupt erst hervorzubringen, und gleichzeitig die Bedingungen für künftige Krisen potenziell reproduziert. Gleichzeitig heben sie die wachsenden Koalitionen hervor, die sich nach 9/11 und Katrina gebildet haben, um diese Ungleichheiten anzufechten und eine gerechtere und nachhaltigere urbane Zukunft anzustreben.