Cyberformalismus: Geschichten sprachlicher Formen im digitalen Archiv

Cyberformalismus: Geschichten sprachlicher Formen im digitalen Archiv (Daniel Shore)

Originaltitel:

Cyberformalism: Histories of Linguistic Forms in the Digital Archive

Inhalt des Buches:

Sprachliche Formen sind wesentlich für die Bedeutung: Wie Wörter leisten sie einen semantischen Beitrag zu den Dingen, die wir sagen. Wir erben sie von früheren Schriftstellern und Sprechern und füllen sie mit verschiedenen Wörtern, um neue Äußerungen zu produzieren. Sie formen uns und die Art und Weise, wie wir die Welt interpretieren. Dennoch haben die vorherrschenden Annahmen über Sprache und die Beschränkungen von Druckwerkzeugen dazu geführt, dass sprachliche Formen und ihre Geschichte nicht sichtbar sind.

Daniel Shores Cyberformalismus stützt sich auf die jüngsten Arbeiten im Bereich der kognitiven Grammatik und der Konstruktionsgrammatik sowie auf die von Korpus- und Computerlinguisten entwickelten Werkzeuge und Methoden und stellt einen neuen Weg für Wissenschaftler der digitalen Geisteswissenschaften dar, die die textuelle Vergangenheit verstehen wollen. Als Verfechter eines qualitativen Ansatzes für digitale Archive nutzt Shore die abstrakten Mustervergleichsfähigkeiten von Suchmaschinen, um genau jene kombinatorischen Aspekte der Sprache - Wortreihenfolge, Syntax, Kategorisierung - zu erforschen, die von den quantitativen „Wortsack“-Methoden, die in den digitalen Geisteswissenschaften vorherrschen, außer Acht gelassen werden.

Während Wissenschaftler in den Geisteswissenschaften seit langem die Geschichte von Wörtern und Phrasen erforschen, argumentiert Shore, dass immer ausgefeiltere Suchwerkzeuge in Verbindung mit wachsenden digitalen Volltextarchiven es jetzt möglich machen, die Geschichte sprachlicher Formen zu untersuchen. Auf diese Weise stellt Shore eine Reihe von Metanarrativen in Frage und verkompliziert einige der grundlegendsten Konzepte der Literaturwissenschaft. Der Cyberformalismus berührt kanonische Werke von Shakespeare, Milton, Wordsworth und Kant und fordert Literatur-, Geschichts- und Kulturwissenschaftler auf, nicht weniger als ihr Verständnis des sprachlichen Zeichens zu revidieren, auch wenn er die ganze Vielfalt digitalisierter Texte in den Blick nimmt.

Weitere Daten des Buches:

ISBN:9781421425504
Autor:
Verlag:
Einband:Hardcover
Erscheinungsjahr:2018
Seitenzahl:320

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