Bewertung:

In den Rezensionen zu Andrew Sarris' „The American Cinema“ wird es als ein bedeutendes Werk der Filmkritik dargestellt, das insbesondere für seine Untersuchung der amerikanischen Regisseure von 1929 bis 1968 und seine Beiträge zur Autorentheorie bekannt ist. Während viele Leser Sarris' Schreibstil und seine aufschlussreiche Kategorisierung der Regisseure schätzen, kritisieren einige das Buch wegen des Mangels an umfassenden Filmkritiken und eines vermeintlichen Snobismus gegenüber dem populären Kino.
Vorteile:Das Buch wird als Klassiker und unschätzbare Quelle für Filmliebhaber und Filmstudenten gefeiert, da es tiefe Einblicke und einen Rahmen für das Verständnis der Werke von Regisseuren bietet. In vielen Rezensionen werden Sarris' einnehmender Schreibstil, sein scharfer Witz und die intellektuelle Anregung, die es bietet, gelobt. Die Leser betonen die historische Bedeutung des Buches und die Art und Weise, wie es ihr Filmerlebnis bereichert.
Nachteile:Kritiker bemängeln, dass das Buch veraltet ist, da es nur Filme bis 1968 abdeckt, und einige behaupten, es fehle an detaillierten Filmkritiken und konzentriere sich mehr auf die Regisseure. Es gibt Beschwerden über Sarris' ablehnende Haltung gegenüber bestimmten populären Filmen und Regisseuren, was zu einem vermeintlichen Elitismus in seiner Kritik führt. Außerdem wird die ebook-Version für ihre schlechte Formatierung und Qualität kritisiert.
(basierend auf 30 Leserbewertungen)
The American Cinema: Directors and Directions 1929-1968
Das amerikanische Kino ist der Citizen Kane der Filmkritik, ein brillantes Buch, das amerikanische Regisseure von Handwerkern zu Künstlern machte, die Karrieren zahlreicher Filmkritiker begründete und die Ästhetik einer ganzen Generation von Zuschauern prägte, indem es neue Wege der Betrachtung von Filmen eröffnete. --Emanuel Levy, Autor von George Cukor, Meister der Eleganz
Die Autorentheorie, deren führender amerikanischer Vertreter der Filmkritiker Andrew Sarris war, geht davon aus, dass das künstlerische Schaffen im Kino größtenteils den Regisseuren zuzuschreiben ist, denen es, obwohl sie oft gegen die Vorgaben der Studios, Produzenten und Drehbuchautoren arbeiten, gelingt, jedem Film ihres Oeuvres ihren persönlichen Stil zu verleihen. Sarris' The American Cinema, die Bibel der Autorenfilme, ist eine Geschichte des amerikanischen Films in Form eines lebendigen Leitfadens zum Werk von zweihundert Filmregisseuren, von Griffith, Chaplin und von Sternberg bis Mike Nichols, Stanley Kubrick und Jerry Lewis.
Darüber hinaus enthält das Buch eine Chronologie der wichtigsten amerikanischen Filme, eine alphabetische Liste von über 6000 Filmen mit ihren Regisseuren und Erscheinungsjahren sowie die bahnbrechenden Essays Toward a Theory of Film History und The Auteur Theory Revisited. Mehr als fünfundzwanzig Jahre nach seiner Erstveröffentlichung ist The American Cinema immer noch das vielleicht einflussreichste Buch, das je zu diesem Thema geschrieben wurde.