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Complexion of Empire in Natchez: Race and Slavery in the Mississippi Borderlands
In Complexion of Empire in Natchez untersucht Christian Pinnen die Sklaverei im kolonialen Süden. Anhand einer Vielzahl von Rechtsakten und Archivdokumenten untersucht er, wie gebundene Arbeitskräfte zur Errichtung und anschließenden Kontrolle von imperialen Außenposten im kolonialen Nordamerika beitrugen. Er untersucht die dynamische und vielschichtige Entwicklung der Sklaverei im kolonialen Süden und rekonstruiert die Beziehungen zwischen aufstrebenden Versklavern, Eingeborenen, kämpfenden Kolonialverwaltern und afrikanischen Arbeitern sowie die Verbindungen zwischen Sklaverei und der Expansion der amerikanischen Republik nach Westen.
Indem es Natchez in den Mittelpunkt stellt, enthüllt dieses Buch die unerforschten Spannungen zwischen den Versklavten, den Sklavenhaltern und dem Imperium innerhalb des Plantagenkomplexes. Vor allem aber zeigt Complexion of Empire in Natchez, wie sich unterschiedliche Vorstellungen von der Hautfarbe auf die Einrichtung von Plantagen auswirkten und wie konkurrierende Vorstellungen von Ethnie die Verwaltung der Plantagenkolonien stark beeinflussten.
Die Lage des Natchez-Distrikts ermöglicht eine einzigartige Untersuchung der britischen, spanischen und amerikanischen Rechtssysteme, der Art und Weise, wie versklavte Menschen und Eingeborene mit ihnen umgingen, sowie der Folgen der imperialen Veränderungen in einem kleinen Grenzraum. Die unterschiedlichen - und miteinander konkurrierenden - Auffassungen von der Hautfarbe im unteren Mississippi-Tal hatten großen Einfluss auf die Verwaltung der Plantagenkolonien und die Hierarchien der Ethnie im kolonialen Natchez. Complexion of Empire in Natchez erweitert somit den historischen Diskurs über die Entwicklung der Sklaverei, indem es das untere Mississippi-Tal als Untersuchungsgebiet einbezieht.