Bewertung:

Das Arthashastra von Kautilya ist ein grundlegender Text der politischen Philosophie, der detaillierte Anleitungen zur Staatsführung bietet, die auch heute noch relevant sind. Trotz seiner Bedeutung gibt es Bedenken hinsichtlich der Übersetzungsqualität und des physischen Zustands einiger Ausgaben.
Vorteile:⬤ Bietet wertvolle Einblicke in die politische Philosophie und Staatskunst, vergleichbar mit Werken von Plato und Machiavelli.
⬤ Erstaunlich vorausschauend, mit zeitlosen Ratschlägen zur Staatsführung und zum menschlichen Verhalten.
⬤ Detaillierte Anweisungen behandeln verschiedene Aspekte des Königtums und der Verwaltung.
⬤ Gut für diejenigen, die sich für die klassische indische politische und wirtschaftliche Philosophie interessieren.
⬤ Einige Ausgaben haben schlechte Übersetzungen und sind nicht vollständig, was zu Verwirrung beim Leser führt.
⬤ Physikalische Qualitätsprobleme mit dem Buch, einschließlich der Klarheit des Drucks und des Zustands bei der Lieferung.
⬤ Bei einigen Übersetzungen fehlen wichtige Inhalte, was zu Unzufriedenheit geführt hat.
⬤ Die Anordnung des Index könnte besser sein, um die Navigation zu erleichtern.
(basierend auf 188 Leserbewertungen)
The Arthashastra
Das um 400 v. Chr. von Kautilya, dem „indischen Machiavelli“, verfasste ARTHASHASTRA galt mehr als tausend Jahre lang als verschollen. Es wurde 1905 wiederentdeckt, als der Gelehrte Rudrapatnam Shamashastry gebeten wurde, einen vielversprechenden Stapel von Palmblattmanuskripten zu katalogisieren - und plötzlich eine vollständige Kopie des lange verschollenen Meisterwerks in Händen hielt.
Shamashastry veröffentlichte 1915 eine englische Übersetzung, die weltweit Beachtung fand. Bis zu diesem Zeitpunkt glaubten westliche Orientalisten, dass die indische Regierung ihre Struktur von den Griechen kopiert hatte, nachdem Alexander der Große in den Subkontinent eingedrungen war. Nun war klar, dass die Kunst des Regierens und des Königtums eine einheimische Errungenschaft war, wobei die griechischen Verwaltungen möglicherweise die indische kopiert hatten.
Dieser indische Klassiker ist ein einzigartiger, umfassender Leitfaden für Könige, der ihnen zeigt, mit welchen Mitteln sie einen lebensfähigen Staat führen können - egal ob mit oder ohne Tricks. Nichts wird ausgelassen, von der Besteuerung von Prostituierten und der Pflege des Viehs über die Ausbildung von Elefanten, Kampftaktiken und das Eingehen von Bündnissen bis hin zum Einsatz von Täuschung, Bedrohung und Entführung zur Förderung der königlichen Politik. Auch magische Beschwörungen und Methoden zur „Neutralisierung“ von Feinden (sowie „unbequemen“ Brüdern oder Söhnen) durch Hinterhalte, Gift und den Einsatz „feuriger Spione“ sind enthalten. Eine augenöffnende, amoralische Abhandlung über die List und die Strategeme, die jeder aufstrebende Eroberer beherrschen sollte.