
Capital Resurgent: Roots of the Neoliberal Revolution
Das Aufkommen des wirtschaftlichen Neoliberalismus in den 1980er Jahren löste einen Wandel in der Weltwirtschaft aus. In den drei Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg, die heute als das goldene Zeitalter des Kapitalismus gelten, war das Wirtschaftswachstum hoch und die Einkommensungleichheit rückläufig. Doch Mitte der 1970er Jahre wurde dieser soziale Kompromiss gebrochen, als die Weltwirtschaft in die Stagflationskrise geriet, die auf einen Rückgang der Rentabilität des Kapitals folgte. Diese Krise leitete eine neue Phase des stagnierenden Wachstums, der stagnierenden Löhne und der Arbeitslosigkeit ein. Die Zinssätze sowie die Dividendenströme stiegen, und die Einkommensungleichheit nahm zu.
Die Wirtschaftswissenschaftler Gard Dum nil und Dominique L vy zeigen, dass der Neoliberalismus trotz der Platitüden über den freien Markt eine geplante Anstrengung der Finanzinteressen gegen den keynesianischen Kompromiss der Nachkriegszeit war. Das Bündel neoliberaler Politiken - einschließlich Privatisierung, Liberalisierung des Welthandels und Abbau staatlicher Sozialleistungen - ist Ausdruck der Macht der Finanzwelt in der Weltwirtschaft.
Die durch den Neoliberalismus ausgelöste Abfolge von Ereignissen war nicht ohne Beispiel. Jahrhunderts, als die wirtschaftlichen Bedingungen ähnlich wie in den 1970er Jahren waren, führte eine Strukturkrise zur ersten finanziellen Hegemonie, die im Spekulationsboom der späten 1920er Jahre gipfelte. Die Autoren plädieren überzeugend dafür, die Weltwirtschaft zu stabilisieren, bevor wir in eine weitere wirtschaftliche Katastrophe rennen.