Bewertung:

Das Buch stellt eine klare Untersuchung des Themas „Genugtuung“ in mittelalterlichen Schriftstellerinnen dar, mit besonderem Schwerpunkt auf Julian von Norwichs einzigartiger Perspektive auf Sühne. Das erste Kapitel über Julian wird besonders für seinen aufschlussreichen Inhalt gelobt, während die anderen Kapitel, obwohl interessant, sich nicht so direkt auf die Sühne konzentrieren.
Vorteile:Das Buch wird als klar, nützlich und prägnant beschrieben. Das erste Kapitel über Julian von Norwich wird hoch gelobt für seine aufschlussreichen Einsichten über das Wesen der Sühne, die eine neue Perspektive bieten, die im Gegensatz zu den traditionellen theologischen Ansichten steht. Insgesamt wird das Buch für seine Erkundung dieser Themen als preiswert angesehen.
Nachteile:Die übrigen Kapitel sind zwar interessant, befassen sich aber nicht direkt mit Fragen der Sühne, so dass sich manche Leser mehr Tiefe in diesem Bereich wünschen.
(basierend auf 1 Leserbewertungen)
The Satisfied Life: Medieval Women Mystics on Atonement
Gläubige Christen haben sich oft gefragt, was Erlösung bedeutet und wie wir gerettet werden können. Traditionelle Theorien über die Sühne für die Sünde stützen sich auf die Bedeutung des Opfers Christi als Mittel der menschlichen Erlösung.
Diese Theologie impliziert, dass es in gewisser Weise natürlich ist, insbesondere für Frauen, das Leiden Christi durch ein Opfer nachzuahmen, das zunehmend bedrückend geworden ist. Jane McAvoy hat eine feministische Theologie der Sühne entwickelt, die sich auf die Erkenntnisse von sechs mittelalterlichen Mystikerinnen stützt - Julian von Norwich, Mechthild von Magdeburg, Hildegard von Bingen, Margery Kempe, Hadewijch von Brabant und Katharina von Siena - deren frühchristliche Schriften Alternativen zu einer Theologie der Unterdrückung aufzeigen.
Für sie bedeutete Erlösung, den Tod und die Auferstehung Christi nicht als lebensverneinend zu erleben, sondern als lebensbejahende Feier der Liebe Gottes zu uns durch die aufopfernde Liebe Jesu Christi. Von diesen Frauen erhalten wir eine sinnliche, erfahrbare, gnadenhafte Theologie - eine Theologie, die zu einem zufriedenen Leben führt.