
The Companion to Dombey and Son
Dombey and Son (1846-48), Dickens' siebter Roman, steht in der Mitte seiner Karriere. Er wurde in der Schweiz begonnen, nachdem er eine Pause vom fast kontinuierlichen Schreiben von Romanen eingelegt hatte, und trägt die Handschrift seiner langen Entwicklung und Dickens' zunehmender Auseinandersetzung mit den vielen Querströmungen, die das soziale, kulturelle und politische Leben Großbritanniens prägten. Dazu gehören vor allem öffentliche Debatten über die Notwendigkeit der Schulbildung für Kleinkinder, ethische Fragen, die durch den Abriss von Wohnvierteln für den Bau von Eisenbahnen aufgeworfen wurden, die Diskussion über Gesundheitsreformen zur Verbesserung der Gesundheit der Nation und die unterschiedlichen Reaktionen auf Prostitution und andere Verbrechen, die untrennbar mit Armut, Analphabetismus und Benachteiligung verbunden sind. Auf der Grundlage zeitgenössischer Dokumente, der Briefe von Dickens, seiner journalistischen Tätigkeit und des persönlichen Engagements des Schriftstellers für die Verbesserung der Lebensbedingungen der Armen bietet dieser "Companion to Dombey and Son" eine maßgebliche und umfassende Studie über die zahlreichen zeitgenössischen Zusammenhänge, die Dickens' Panorama des Lebens in der Mitte des viktorianischen Zeitalters prägen.
Ebenso wichtig und eng mit der Auseinandersetzung des Romans mit öffentlichen Themen verbunden ist der moralische Faden, der das Ganze zusammenhält: eine Familiengeschichte über Stolz und das Streben nach Reichtum. Private Angelegenheiten erhalten dementsprechend eine vergleichbare Aufmerksamkeit, da Dickens einige der Konsequenzen der häuslichen Ideologie der Jahrhundertmitte aufzeigt, indem er die Pflege von Säuglingen, die Erziehung von Kleinkindern und den Druck auf Männer und Frauen, zu heiraten, untersucht.
In fesselnden Szenen, die kunstvoll miteinander verwoben sind, entfaltet sich die Geschichte des wohlhabenden Kaufmanns in einer Sprache, die sich, wie die Anmerkungen zeigen, aus Märchen, Wissenschaft und Pseudowissenschaft, Archäologie, populärer und klassischer Literatur, Poesie, der Bibel und Reisen speist. Dombey and Son beleuchtet in seinem ausgedehnten Porträt einer Lear-ähnlichen Figur auch Wahrheiten über Verlust und Liebe, die für Dickens' Fiktion zentral sind.