Bewertung:

Die Rezensionen heben **Das blaue Fenster** von Suzanne Berne als ein zutiefst fesselndes Familiendrama hervor, das sich mit komplexen Generationenbeziehungen, Geheimnissen und emotionalen Kämpfen innerhalb einer Familie beschäftigt. Während viele Rezensenten den Schreibstil des Buches, die Tiefe der Charaktere und die ergreifende Erforschung der Familiendynamik lobten, wiesen einige auf Probleme im Zusammenhang mit der Glaubwürdigkeit der Charaktere, dem Erzähltempo und den ungelösten Handlungssträngen hin.
Vorteile:Der Roman zeichnet sich durch wunderschön gestaltete Prosa, authentische und nachvollziehbare Charaktere und eine fesselnde Erforschung von Beziehungen zwischen den Generationen, Geheimnissen und emotionalem Schmerz aus. Die Rezensenten schätzten den atmosphärischen Schreibstil und die komplizierte Darstellung der familiären Bindungen.
Nachteile:Einige Leser empfanden den Erzählstil als distanziert oder zu intellektuell, so dass es schwierig war, eine Verbindung zu den Figuren herzustellen. Einige erwähnten, dass die Geschichte mäandernd oder unkonzentriert war und die Handlungsbögen nicht zu Ende geführt wurden, und andere wünschten sich mehr Tiefe, insbesondere in Bezug auf die Hintergründe der Figuren.
(basierend auf 26 Leserbewertungen)
The Blue Window
Von der mit dem Orange Prize ausgezeichneten Autorin von A Crime in the Neighborhood (Ein Verbrechen in der Nachbarschaft) kommt ein "scharfsinniger" und "tadellos geschriebener" (Star Tribune, Minneapolis) Roman über eine Therapeutin, die versucht, die schwierigsten Fälle ihres Lebens zu lösen - die ihres Sohnes und ihrer Mutter.
Jeder, der schon einmal Schwierigkeiten hatte, einen Teenager oder ein älteres Elternteil zu überreden, sich zu "öffnen", wird Lornas Dilemma während der drei Tage erkennen, die sie allein in einer abgelegenen Hütte am See mit ihrem stummen, unglücklichen Sohn und ihrer undurchdringlichen Mutter verbringt. Trotz ihrer Ausbildung als klinische Sozialarbeiterin und ihres Arsenals an therapeutischen Techniken stößt sie auf Schritt und Tritt auf Widerstand, als sie zu verstehen versucht, was die beiden Menschen, die ihr am wichtigsten sind, zum Schweigen gebracht hat.
Obwohl das Schweigen schon immer Lornas Familie geprägt hat. Ihr Vater war taub. Ihre Mutter, Marika, verließ Lorna und ihren Bruder, als sie noch Kinder waren. Eine Erklärung wurde nie gegeben. Auch nicht, warum Marika vor achtzehn Jahren wieder auftauchte und Lorna und ihren kleinen Sohn Adam zu einem angespannten Wiedersehen nach Vermont einlud. Eine Art Beziehung ist entstanden - ein jährlicher Thanksgiving-Besuch, bei dem Marika schweigend unter den Gästen an Lornas Tisch sitzt und nur damit einverstanden ist, "gesehen zu werden, um zu existieren".
Aber jetzt ist es Adam, der nicht reden will. Er ist vom College zurück und leidet unter etwas, das er nicht preisgeben will. Er ist so deprimiert, dass er sich selbst als "A" für "Anti-Materie" bezeichnet. Als sie nach Vermont gerufen wird, weil Marika gestürzt ist, sieht Lorna eine Gelegenheit, Adam aus dem Haus zu holen und vielleicht auch eine Chance, endlich mit ihrer Mutter in Kontakt zu treten. Was sie nie erwartet hätte, ist, dass Enkel und Großmutter ein Band knüpfen und sie dabei außen vor lassen würden.
Wie kann man sich um Menschen kümmern, die man nicht verstehen kann und die nicht verstanden werden wollen?
Spannend, ergreifend komisch und wunderschön prägnant erforscht Das blaue Fenster die Art und Weise, wie Menschen einander falsch wahrnehmen, und wie Geheimnisse und Schweigen, die gehütet werden, ihre Macht über Familien ausüben - und welche leuchtenden, beängstigenden und zärtlichen Möglichkeiten sich ergeben können, wenn diese Geheimnisse in Frage gestellt werden.
"Suzanne Berne ist eine elegante, psychologisch scharfsinnige Romanautorin" (Tom Perrotta), deren neues Buch offenbart, was mit Menschen geschieht, die sich vor sich selbst verstecken, und welchen Akt der Fantasie es braucht, um sie zu finden.