Bewertung:

Das Buch bietet eine eingehende Untersuchung der Loujon Press und ihres Einflusses auf die amerikanische Literatur, insbesondere durch die Linse bemerkenswerter Persönlichkeiten, die mit ihr verbunden sind, wie Charles Bukowski. Die Erzählung erstreckt sich von den 1960er Jahren bis in die Gegenwart und wird für ihre Zugänglichkeit und Detailfülle gelobt. Einige Leser empfanden den Titel jedoch als irreführend, da er eine umfassendere Erkundung der Bohème von New Orleans suggeriert, auf die jedoch nicht näher eingegangen wird.
Vorteile:Das Buch ist gut geschrieben und bietet eine fesselnde Geschichte von Loujon Press und seinen Gründern. Es ist auch für Leser zugänglich, die mit dem Kleinverlagswesen nicht vertraut sind, und bietet wertvolle Einblicke in die Literaturgeschichte. Die Aufnahme eines Registers ist eine durchdachte Idee, und die unvoreingenommene Herangehensweise des Autors wird sehr geschätzt. Es ist sehr empfehlenswert für Fans von Bukowski, der Beat-Generation und der Geschichte von New Orleans.
Nachteile:Einige Leser waren der Meinung, dass der Titel irreführend ist, da er die breiteren Bohème-Aspekte von New Orleans oder der Beat-Szene nicht angemessen abdeckt. Die lokalen Kaffeehäuser und andere einflussreiche Persönlichkeiten aus dieser Zeit werden nur begrenzt erwähnt. Außerdem konzentriert sich das Buch mehr auf die Doppelbiografie der Webbs, als dass es einen umfassenden Überblick über die Bohème-Kultur bietet.
(basierend auf 8 Leserbewertungen)
Bohemian New Orleans: The Story of the Outsider and Loujon Press
(Gewinner des Welty-Preises 2007)
1960 gründeten Jon Edgar und Louise "Gypsy Lou" Webb die Loujon Press in der Royal Street im French Quarter von New Orleans. Der kleine Verlag wurde schnell zu einem Giganten. Der Outsider, die Literaturzeitschrift des Verlags, wurde von der Village Voice und der New York Times als eine der besten ihrer Zeit bezeichnet und brachte unter anderem Charles Bukowski, Allen Ginsberg, Lawrence Ferlinghetti, Robert Creeley, Denise Levertov und Walter Lowenfels hervor. Loujon veröffentlichte Bücher von Henry Miller und zwei frühe Gedichtbände von Bukowski.
Bohemian New Orleans zeichnet die Entwicklung dieses mutigen Verlags nach und untersucht seine Stellung innerhalb der Revolution der Kleinverlage in den 1960er Jahren.
Anhand der Korrespondenz vieler Outsider-Publikatoren, älterer Ausgaben des Outsider, zeitgenössischer Rezensionen, Werbematerialien und Interviews zeigt Jeff Weddle, wie das Beharren des Verlages auf Produktionsqualität und sein eklektischer redaktioneller Geschmack die Arbeit des Verlages im Underground unvergleichlich machten. Bohemian New Orleans offenbart den chaotischen, komplexen und vagabundierenden Geist eines verlorenen literarischen Zeitalters.